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Gasthäuser Und Hotels In Igls – Eine Zeitreise (Teil 1)

Gasthäuser und Hotels in Igls – eine Zeitreise (Teil 1)

Igls, bis 1942 ein eigenständiges Dorf, hat wohl eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich. Vom Bauerndorf bis zum mondänen Kur- und Wintersportort spannt sich der Bogen. Das Dorfbild änderte sich unter anderem auch dadurch, dass 1883 ein verheerender Brand wütete.

Diese Entwicklung sieht man beispielsweise sehr gut am Werdegang des „Gruberhof“ (das Titelbild stammt aus dem Jahre 1925). Im Mai 1918, noch vor Ende des 1.Weltkriegs, wird ein Hirtenknabe gesucht, im Juni 1920 dann ein Knecht, dem „gute Kost und Lohn“ angeboten wird. Im Jänner 1921 findet man Anzeigen, in welcher eine Dienstmagd, im gleichen Jahr auch eine „Hausmagd, die melken kann“ gesucht werden. Im Jahr 1922 betreibt der Hof allerdings neben der Bauernschaft schon eine Fremdenpension. Dies zeigt sich daran, dass inzwischen zusätzlich auch ein Küchenmädchen, eine Serviererin, Wäscherin und Näherin gesucht werden. Wie man sieht, war damals auch die Optik für eine Anstellung entscheidend.

Inserat aus den Innsbrucker Nachrichten, Juni 1925.

Im Jahre 1927 mausert sich der Hof zur „Kaffeewirtschaft“, 1930 taucht das Haus erstmals als „Hotel-Pension“ auf. Dass auch englischsprachige Mitarbeiter gesucht wurden zeigt, dass schon internationales Publikum nach Igls kam. Im Jahre 1942 fungierte der Gruberhof auch als „Fortbildungsschule für Kellner, Köche und Hotelfachleute“, von der Hitler-Jugend geführt.

Aufnahme aus dem Jahr 1940 (man beachte Stütze und Seil der Patscherkofelbahn im Vordergrund). StAI, Ph-24355.

Der Gruberhof gehört zu jenen wenigen Hotels in Igls, welche die Turbulenzen des 20. Jahrhunderts überstanden haben und noch heute Einheimische und Touristen aus aller Welt empfangen.

Team Stadtarchiv, Manfred Mingler

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