Erinnerung an die Brennerbahn – Kein Halt mehr in Albeins/Albès
Wenn man in früheren Zeiten den Bahnhof Brixen gen Süden verließ, fuhr der Zug wohl nur wenige Minuten bis er den nächsten Halt erreichte. In dem im Jahr 1928 nach Brixen eingemeindeten Örtchen Albeins gab es nämlich seit 1898 einen Halt. Der Haltepunkt war bescheiden ausgestattet und diente vor allem den Bewohnern der Umgebung. Wie viele andere spätere Stationen an der Brennerbahn bestand er aus einem kleinen hölzernen Aufnahmegebäude mit Warteraum und Dienstraum. Architektonisch folgte er den standardisierten Entwürfen des Südbahn-Architekten Wilhelm von Flattich, dessen Handschrift zahlreiche Bahnhofsgebäude entlang der Strecke prägt.

Mit dem zunehmenden Individualverkehr verlor der Halt im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch an Bedeutung. Schließlich wurde er aufgelassen, und die ursprünglichen Gebäude verschwanden. Heute erinnert vor Ort praktisch nichts mehr an die einstige Station. An ihrer Stelle befindet sich lediglich ein technisches Betriebsgebäude der Bahn. So gehört Albeins auch zu den zahlreichen kleinen Haltestellen der Brennerbahn, die im Laufe der Jahrzehnte wieder von der Landkarte verschwanden. Ein Bild von Albeins oder gar dem Haltepunkt haben wir leider nicht in unserer Sammlung, aber zumindest zwei Ansichten von Brixen gegen Süden, auf denen man Albeins mit ganz viel gutem Willen erahnen kann.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-35712, sommer36_005)
Ziemlich wild kommt sie daher, die Rienz, am oberen – kolorierten – Foto. Der Eisack gesellt sich ganz dünn und bläulich gefärbt am Spitz vorne dazu – fast übersieht man ihn
Und der eiserne Steg? Führte der vielleicht gar zur einstmals sehr berühmten WASSERHEILANSTALT Dr Orro von GUGGENBERG (Sanatorium, das ganze Jahr geöffnet. Physik.-diätet. Heilverfahren. Empfehlenswerter Aufenthalt zu jeder Jahreszeit. Prospekte versendet die Direktion)
Was „Schenkers Führer und Hotel Anzeiger für Südtirol 1911“ Soweit die Annonce. Im Text: „Erwähnt sei hier noch, daß auch bei Brixen vorzügliches Obst gedeiht, was für manche Leidende ein treffliches Kurmittel bildet“
Paßt dieser Text zeitlich und vom Stil her nicht wunderbar zur kolorierten Aufnahme?