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Die Öffnung Chinas in Innsbruck

Die Öffnung Chinas In Innsbruck

Die linke Person auf dem Bild dürfte Ihnen bekannt sein, Romuald Niescher war in Innsbruck immerhin für knapp über ein Jahrzehnt Bürgermeister und sein Tod 2017 fand dementsprechend auch mediale Aufmerksamkeit. Rechts zu sehen ist der (zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz so neue) Botschafter der Volksrepublik China, Yang Chengxu, zu seinem Antrittsbesuch in Innsbruck.

1987 befindet sich China im Aufbruch, die Politik der Öffnungen nimmt immer mehr Gestalt an, diese Politik sollte erst mit den zivilen Protesten und deren Niederschlagung am Platz des Himmlischen Friedens 1989 abrupt enden. Das damalige Regime unter Deng Xiaoping befand sich in einem ständigen Ringen um die Macht mit der vorwiegend orthodoxer eingestellten innerparteilichen Opposition, die die liberale Politik Xiaopings als ein Abweichen von den Errungenschaften Mao Zedongs verstanden. Eines der Hauptziele der chinesischen Außenpolitik war die Normalisierung der Beziehungen zu den USA und zu den marktwirtschaftlich orientierten Ländern im Allgemeinen. Österreich, als offiziell neutrales, aber eindeutig marktwirtschaftlich orientiertes Land, spielte hierfür eine zentrale Rolle.

Der Machtwechsel, der in China mit dem Ende der 80er stattfand, sollte die Politik der Öffnung für einige Jahre zurückwerfen und drohte sogar, gänzlich zum Erliegen zu kommen, wurde jedoch rasch wiederaufgenommen. Dieses Foto zeugt von einem Aufbruch und den ersten außenpolitischen Schritten, die das heutige chinesische Verhältnis zu Österreich und zur restlichen Welt prägen sollten.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-21704)

Konrad Möse

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