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Eine Aufwändig Gestaltete Mittelalterliche Urkunde

Eine aufwändig gestaltete mittelalterliche Urkunde

Das Stadtarchiv Innsbruck besitzt eine interessante Sammlung mittelalterlicher Urkunden. Ein besonders schönes Exemplar ist die in diesem Beitrag vorgestellte Urkunde, die im Gegensatz zu den meisten anderen im Archiv vorhandenen Urkunden mit einer aufwändig gestalteten Abbildung versehen wurde.

Inhaltlich geht es um die Verleihung eines Wappens durch König Maximilian I. (die Kaiserkrönung erfolgt erst 1508) an Hanns Humel, der am Hof Erzherzog Sigmund des Münzreichen als „trager“ tätig war. Im weiteren Textverlauf gibt es eine genaue Beschreibung, wie das Wappen Hanns Humels auszusehen hat. Zusätzlich zur schriftlichen Beschreibung gibt es eine bildliche Darstellung des Wappens. Die folgende Abbildung zeigt die fein ausgeführte, in einem blauen Rahmen platzierte Malerei, bei der die Farben Rot, Schwarz und Gold dominieren.

Die 28,5 x 56,5 cm große Pergamenturkunde wurde mit 25. August 1490 datiert. Bereits einige Monate zuvor, am 16. März 1490, musste Herzog Sigmund der Münzreiche auf Drängen der Tiroler Stände seine Herrschaft an Maximilian I. abtreten. So lag es nun in der Hand Maximilian I., die Wappenverleihung an den verdienten Mitarbeiter seines Vorgängers durchzuführen. Die Urkunde trägt den Kanzleivermerk: „ad mandatum domini / regis perpetuum“

Das folgende Detailaufnahme zeigt das Wappensiegel König Maximilian I., das mit einer dreifarbigen, geflochtenen Seidenschnur an der Urkunde angehängt wurde.

(Stadtarchiv Innsbruck, U-511, U-511_Wappen, U-511_Siegel)

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