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Der Wiltener Männerchor – Sangesfreude Seit 1956 – Ein Rückblick                     Teil 1

Der Wiltener Männerchor – Sangesfreude seit 1956 – Ein Rückblick Teil 1

1956 beginnt die bis heute andauernde Geschichte eines besonderen Klangkörpers. In diesem Jahr wird der „Wiltener Männerchor“ aus der Taufe gehoben. Welche Verbindung hat wohl dieser Chor mit dem Innsbrucker Stadtteil Wilten? Luis Höfer, Mitglied der ersten Stunde, antwortet in seinen Erinnerungen aus dem Jahr 2017: „Keine!“ Anscheinend wollte Ernst Würtele, der damalige Präsident des Tiroler Sängerbundes vorrangig die zu Männern gewordenen ehemaligen Wiltener Sängerknaben ansprechen, um diese wieder zum Chorsingen zu motivieren. Allerdings hat dies nach Luis Höfers Erinnerungen nicht funktioniert. Luis selbst war bis 1938 Mitglied bei den damaligen „Tiroler Sängerknaben“. Dieser Chor wurde nach dem „Anschluss“ als „nicht nationalsozialistischer Verein“ aufgelöst.

Nun, der Name „Wiltener Männerchor“ wurde beibehalten und setzte sich mit der Zeit durch Interpretation von Männerchorliteratur auf hohem Niveau in den Köpfen der musikinteressierten Innsbruckerinnen und Innsbruckern fest. Selbstverständlich blieb auch dieser Chor wie so manch anderer Verein von Hoch und Tiefs nicht verschont.

Den ersten großen Erfolg konnte der Chor unter der Leitung von Georg Foidl 1958 beim internationalen Chorfest in Arezzo verbuchen. Der Chor wurde hinter der Chorvereinigung von Pisa Zweiter und erhielt ein Preisgeld von sagenhaften 150.000,- Lire!

Die stolzen Sänger

1960 veranstaltete man ein Konzert im „Musikvereinssaal“, dem heutigen Konservatoriumssaal. Laut Zeitungsberichten bestand der Chor damals aus 45 jungen (!) Sängern. Davon können Männerchöre heutzutage nur noch träumen. Von 1961 bis 1963 machte der Chor anscheinend eine Krise durch. Die Hintergründe liegen für mich im Dunkeln. Jedenfalls versuchte Georg Foidl, den Chor wieder neu aufzustellen. Ab dieser Zeit machte der Chor turbulente Zeiten durch. Diverse Chorleiter gaben sich die Klinke in die Hand. Unter ihnen Peter Suitner, Musikpädagoge, Zitherlehrer und Komponist. Weiters wirkte Bruno Wind erstmals von 1966-1969, gefolgt vom Dirigenten Manfred Mayrhofer. Musikalisch betreut wurde der Chor u.a. auch von Karl Horst Wichmann, Franz Heidegger, Edi Hofbauer, Paul Kantschieder, Franz-Josef Müller und Oswald Kranebitter. Ab 1978 beginnt mit der Wiederbestellung Bruno Winds als Chorleiter eine Ära, in welcher der „Wiltener Männerchor“ zur Höchstform auflaufen und diese bei diversen Konzerten einem begeisterten Publikum im In- und Ausland präsentieren sollte. Mehr Lesen Sie im nächsten Teil.

Manfred Mingler

(Fotos: Chronik WMC)

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