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Die Abenteuerliche Reise Des Ritters Theuerdank Nach Burgund. Teil 1

Die abenteuerliche Reise des Ritters Theuerdank nach Burgund. Teil 1

In den umfangreichen Buchbeständen des Stadtarchivs Innsbruck befindet sich ein Exemplar des „Theuerdank“, das zur Zeit im Museum Goldenes Dachl ausgestellt wird. In einem mehrteiligen Artikel möchte ich Sie an den spannenden Abenteuern des Ritters Theuerdank teilhaben lassen.

Wie aber kam es zur Entstehung dieses „Abenteurromans“? Schon zu Lebzeiten kümmerte sich Kaiser Maximilian I. ganz aktiv um sein Vermächtnis. Er befürchtete nämlich, dass „Wer ime (= sich) im leben kain gedechtnus macht, der hat nach seinem tod kain gedechtnus, und demselben menschen wird mit dem glockendon vergessen.“ Damit das nicht passieren konnte, setzte Maximilian I. nicht so sehr auf die Anfertigung einzelner Gemälde und Standbilder, sondern viel mehr auf die neuen Möglichkeiten des Buchdrucks, die er ganz gezielt für seine Zwecke einsetzte. Maximilian I. erkannte nämlich rasch, dass dieses neue Medium die Möglichkeit bot, Werke in großer Zahl reproduzieren zu lassen und sie somit einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können. Es entstanden die teils autobiografisch-verklärenden Werke „Theuerdank“, „Weißkunig“ und „Freydal“.

Das von Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegebene Heldenepos “Theuerdank“ besteht aus drei Teilen mit insgesamt 118 Kapiteln, denen jeweils ein Holzschnitt vorangestellt ist. Es schildert die abenteuerliche Brautfahrt des Ritter Theuerdank (Kaiser Maximilian I.) zu Prinzessin Ehrenreich (Maria von Burgund) und die Abenteuer und Gefahren, die er dabei zu bestehen hatte. Insgesamt werden in dem Werk aber vier große Themenkreise, die Maximilians Leben bestimmten, aufgegriffen: Die Werbung um Maria von Burgund, die Heldentaten, die Maximilian im Laufe seines Lebens bei Turnieren, bei der Jagd und im Krieg vollbracht hatte, die Auseinandersetzung mit der ständischen Opposition in den Niederlanden und der geplante, aber nie in die Wirklichkeit umgesetzte Kreuzzug gegen die „Ungläubigen“.

Das Titelbild zeigt die Abbildung eines kolorierten Holzschnitts aus Kapitel 98 der Originalausgabe des „Theuerdank“ aus dem Jahr 1517.

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