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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Brand In Der Feldstraße

Brand in der Feldstraße

Am 5. Jänner 1968, mitten im tiefsten Winter, wurde die Feuerwehr um die Mittagszeit zu einem Dachstuhlbrand in der Feldstraße gerufen. Brand- und lösch-technisch kann ich hier leider nichts Bereicherndes beitragen. Interessant ist für mich eher die Adresse, nämlich Feldstraße 11d – in der Beschreibung als „Wohnbaracke“ bezeichnet.

Ein etwas anderer Blickwinkel

Das Stadtarchiv hat ja bekanntlich seine Lagerräumlichkeiten in der Feldstraße 11a, es handelt sich also an einen Ort, wo wir Archivare immer wieder verkehren. Es ist also auch für uns sehr spannend zu sehen, wie sich die Gegend verändert hat. Auf dem Luftbild der Befliegungen in den 1970er-Jahren ist nämlich zu sehen, dass die gesamte Struktur dort noch viel kleinteiliger war als heute. Die Veränderung ist nicht zuletzt dem Bau der Autobahn geschuldet. Die genannte Adresse 11d existiert heute überhaupt nicht mehr.

Das führt mich natürlich zur Frage wo genau diese Baracke sich befand, wofür ich historische Luftaufnahmen konsultierte. Kann es jenes links unten sein (roter Kreis?). Dieses könnte von der Länge her ungefähr passen. Aber auf dem Titelbild sieht es eigentlich so aus, als wäre noch ein Gebäude dahinter. Auf dem zweiten Bild ist noch ein Teil eines anderen Gebäudes zu sehen, die Aufschluss geben könnte. Doch die Positionierung der Gebäude zueinander ist mit dem von mir vermuteten Gebäude nicht ganz stimmig. Es könnte natürlich sein, dass dieses Foto gespiegelt ist sich zwischen dem Brand 1968 und der Luftaufnahme auch noch einmal baulich etwas verändert wurde.

Ich bin schon gespannt auf Ihre Einschätzungen.

Luftbild, aufgenommen zwischen 1970-1974.
Das Luftbild von 1940 zeigt annähernd dieselbe Situation.

(Stadtarchiv Innsbruck, BFI-NE-66-05)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Ich glaube das Gebäude liegt etwas weiter nördlich. Siehe den Beitrag Fleiß im Flachbau.
    Beim zweiten Luftbild von 1940 liegt die Beschriftung darüber.

  2. Das Haus mit dem roten Kreis hat 3 oder 4 Kamine, das brennende Haus auf dem Titelbild nur 2. Außerdem glaube ich, dass diese relativ große Dachgaube aus der Luft erkennbar sein müsste.
    Lt. den Adressbüchern ist Julius Kinz mit der „Maschinenfabrik der Tiroler Landwirte“ Eigentümer mehrerer Objekte in der Feldstraße (11 – 11d). Denkbar, dass die erwähnte Wohnbaracke als Unterkunft für seine Mitarbeiter diente.

  3. Ein naher Nacbhar dort in der Feldstraße 7 war jedenfalls der Brennstoffhandel Engerisser bzw. die Tiroler Torfindustrie GmbH, wie hier erwähnt: https://innsbruck-erinnert.at/als-die-stadt-das-viller-moor-verheizte-und-was-die-waldbahn-damit-zu-tun-hat-teil-3-3/ . Für mich ist unklar, ob vielleicht noch weitere Gebäude Engerisser gehörten. Wobei die oben abgebildete Holzhütte nicht unbedingt nach Industriellenwohnsitz aussieht. Das passt doch eher zu den von Frau Stolz erwähnten Landwirten.

  4. Das 2. Bild ist neben dem Haus Nr. 13 (das Südwesteck ist noch erkennbar) Blickrichtung Süden aufgenommen. Das Gebäude mit der markanten Gaube und den 2 Kaminen ist am Luftbild 1970/74 gut erkennbar, das Dach ist nach dem Brand offensichtlich erneuert worden. Wie Frau Pöll bereits geschrieben hat, liegt das Brandobjekt weiter nördlich als das eingekreiste Objekt.

  5. Das Haus ist im Sommer 1968 schon wieder hergerichtet gewesen. Es gibt ein sehr scharfes Luftbild vom 1.7.68.

    https://postimg.cc/JGkKHRp5

    https://postimg.cc/JHQgfmS8

    Der Engerisser war weit weg, gleich nach dem Hofer & Erhardt neben dem Konsumhaus. Unsere Familie war dort jahrzehntelang Kunde für Koks und Briketts. Später fuhr ich immer hin und bestellte für den nächsten Winter. Sehr netter Chef, die Sekretärin unterschieb mit „Lampe“.

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