Mir wurde gesagt, diese Gitter stammten von amerikanischen Pioniereinheiten aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurden auf morastigem Boden oder schlammigen Straßen ausgelegt, um eine Fahrbahn für schwere Transporter zu bilden.
Wenn mir jemand die Funktionsweise der Vernebelungsanlage erklären kann, bin ich gern bereit, meine Version zu überdenken.
Übrigens gibt es (oder gab es bis vor kurzem?) solche Gitter noch zu betrachten: am Anfang des Tummelplatzweges.
Für die Krankentransporte zu dieser Einrichtung wurde 1916 eine Stichstrecke der Straßenbahn durch die Dr.-Glatz-Straße gebaut, ausgehend von der Endstation Lindengasse der Linie 3. Die Verwundetenzüge fuhren über diese Strecke ins Gelände der „Krankenverteilanstalt“ und wendeten dort in einem zweigleisigen Endbahnhof. 1920 wurden diese Gleisanlagen schon wieder abgebaut.
Ich schreibe das deswegen, weil diese Straßenbahnstrecke zu jenen gehört, von denen bisher meines Wissens nach keine Fotos bekannt oder gar in der Literatur veröffentlicht sind. In der Sammlung Kreutz gibt es m.W. keines. Ob sich vielleicht irgendwo anders im Archiv etwas dazu findet?
Prinzipiell wäre das leicht möglich, dass es noch mehr gibt. Das Problem ist: Wir sind keine Straßenbahn-ExpertInnen. Wenn ein Foto in unsere Datenbank aufgenommen wird, werden Details wie Straßenbahnschienen zwar meist, aber nicht immer erwähnt und die Datierung ist auch so ein Problem… Es müsste also ein Experte wie Sie zu uns kommen und in der Bilddatenbank die Bilder der relevanten Straßen durchsehen, in der Hoffnung, Schienen zu finden. Eine gebührende Veröffentlichung in „Zeit – Raum – Innsbruck“ ließe sich danach danach sicher organisiere – samt Ruhm und Ehre…
Danke für diesen interessanten Aufsatz über eine mir bisher unbekannte frühe Projektidee. Dass die Umsetzungsparameter nicht unbedingt realistisch waren, dürfte erfahrenen Ingenieur*innen schon damals aufgefallen sein, weswegen eine Realisierung wohl in den folgenden Jahrzehnten auch nie breiter diskutiert wurde (ich nehme das zumindest an). Die Grundidee hielt sich aber, der Samen war gesät.
Genau das ist es! Danke Thomas! Ich hörte einmal von dieser Vernebelungsanlage, konnte mir aber nicht vorstellen, warum es hierfür diese Gitter gebraucht hätte! Deshalb machte ich ein Rätsel draus!
Das damals zu Recht beanstandete Verkehrszeichen sieht man hier nicht mehr! Hat sich noch etwas bei dieser „Baustelle“ geändert?
Aber das Interessanteste an diesem Foto ist der Metallzaun! Weiß wer, was das einmal wirklich war – ich weiß es zum Teil, jedenfalls war dieses Gitter nie als Zaun gedacht!
Mein kommentar zu bild: Die beiden kühe haben mit den beiden leuten eher nichts zu tun. Bauer im sonntagsgewand, krawatte, halbschuhe uhrkette so geht kein bauer zum viehtrieb. Auch die bäuerin, falls sie es ist, scheint mir zu schön gekleidet. Die kühe haben kein „halfter“ mit den man sie führen kann. Auch fehlt mir eine kleine rute mit der man tiere antreiben kann.
Nach den palmstrauch, scheint frühling zu sein, kein grund kühe auf die weide zu treiben.
Nach dem sonnenstand ist es nachmittag.
Falls die beiden doch was mit den kühen zu tun haben: Es ist sonntag nachmittag, man hat die tiere kurz aus den stall gelassen weil ja frühling ist. Da sind die beiden kühe ausgebüchst. Ihr hof ist ganz in der nähe, so sind sie mit den sonnagsgewand losgezogen und haben sie heimgeholt. Schöne geschichte zu schönen bild.
Ein Hinweis zum Satz „Bis heute befindet es sich in der Verwaltung der Finanz-Landesdirektion“:
Die Finanzlandesdirektionen wurden 2004 im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung der Finanzverwaltung aufgelöst, ihre Zuständigkeiten wurden auf andere, teils neu geschaffene Verwaltungseinheiten übertragen.
Ja, der Ort ist richtig! Und die Vermutung zum Verein deckt sich mit unseren. Wir tippen auch auf den Theaterverein oder vielleicht die Bergler (zu ihnen würde auch die Form des kleinen Wappen passen). Aber eindeutig beantworten wird das wohl nur jemand können, der Personen auf dem Bild erkennt und weiß, in welchem Verein sie waren…
Ich möchte nur etwas zum „Gerüst“ sagen: Es handelt sich um einem in dieser Zeit üblichen Bauaufzug, mit dem das benötigte Baumaterial in jedes Stockwerk gebracht werden konnte. Man sieht, dass der „Aufzugkorb“ im dritten Stockwerk steht, beladen mit einer Scheibtruhe (wahrscheinlich). Da die Plattform die höchste Stelle des Baues erreichen musste, der „Aufzugkorb“ selbst (meist war er offen, kein Geländer oder Gitter war vorhanden!) auch eine gewisse Höhe hatte und darüber noch die Aufzugrollen Platz finden mussten, war dieser Holzturm entsprechend höher wie das Gebäude.
Auch wenn ich nichts mehr zur Lösung des Rätsels beitragen kann: danke für dieses Bild. Eine Aufnahme eines 4er-Zuges über den noch dammlosen Inn mit dem bereits erweiterten Mühlauer Umladebahnhof im Hintergrund ist für Eisenbahnenthusiast*innen schon etwas ganz Besonderes!
Der charakteristische Schwung der Verblechung als Abschluss des Hausecks unterm Erker sieht heute noch so aus.
Das Gebäude selbst dürfte in den vierziger Jahren gebaut worden sein.
Ich vermute, das ist das Eckhaus Franz-Fischer-Strasse /Neuhauserstrasse (Franz-Fischer-Str. 9). Es ist mittlerweile aufgestockt und mit Balkonen erweitert worden. Auch der Erker wurde offenbar mit nach oben „gezogen“. Unten im Geschäft ist heute ein Fußpflegestudio, in den 90ern war hier eine Videothek (mit Video-Automat). Gegenüber (statt der Bäckerei) sind heute Sportwetten und eine Pizzeria zu finden.
Das wird wohl die Zuleitung zu einem Wasserrad sein, wahrscheinlich für ein Sägewerk (Baumstämme und Bretter im Hintergrund). Die „Eiserzeugung“ ist dabei ein sicher nicht gewollter Nebeneffekt eines kalten Winters, den man beseitigen will (Mann auf Leiter).
Jäger in Ausübung ihres Hobbys werden es nicht sein, dazu fehlen mir die „Kanonen“, die kleinen Spazierstöcke passen auch nicht dazu. Eher ein Herrenausflug zu dieser „Sehenswürdigkeit“ (Eiswand).
Ich würde das auch ins östliche Mittelgebirge ansiedeln, aber eher weiter drüben – gedacht habe ich an die Gegend Rinn – Tulfes (Lavieren, Lavierenbach??)
Die in Loden gekleideten Herren mit Hunden schauen nach Jägern aus, müssen es aber nicht sein. Die zwei Lärchen im Hintergrund lassen eine Verortung an den südlichen Abhängen des Inntals vermuten.
Könnte es vielleicht eine Wasserzuleitung zur Vereisung der alten Igler Bobbahn sein?
Den hageren Mann ganz droben links erkannte ich sofort – Herr Max Nagiller. Er war der Besitzer der Metzgerei in der Adamgasse 16 (Eckhaus beim ’schrägen‘ Verbindungsweg zur Salurnerstraße / Hochhaus. Es gab da irgendeine Freundschaft mit der Bäckerei Roilo (ich glaube, es kam vom Schifahren her) ich musste als Bub einige Male Brot mit dem Radl dorthin bringen und bekam im Gegenzug Wurstwaren mit nach Hause!
Ich glaube es handelt sich um die Innsbrucker Metzgerzunft , die alljährlich am Faschingsdienstag, früher auf der Gallwiese, dann in Kranebitten und seit 1865 in der Höttinger Pfarrkirche, eine Messe für die Verstorbenen Metzgerinnungskollegen lesen ließ. Danach wurde eingekehrt. Auf dem Foto befinden sich mindestens 2-3 Höttinger Metzgermeister. Der Jahrtag wurde immer am Faschingsdienstag abgehalten, darum ist der Zeitungsartikel am Aschermittwoch gedruckt worden.
Herzlichen Dank für die ergänzenden Informationen und die Richtigstellung. Wir hätten gedacht, dass der Aschermittwoch für das sogenannte Metzgeramt geradezu prädestiniert gewesen wäre, aber da haben wir uns wohl geirrt 😉
Es müsste sich ebenfalls um den Theaterverein Hötting, 22 Jahre nach dem Bildl von
1932 handeln.
Warscheinlich waren sie am Ascher-Mittwoch nach der anstrengenden Faschings-Saison bei Herrn Hochwürden die Asche auflegen lassen.
Dieses Bild ist vor der neuen Volksschule aufgenommen,
dahinter sieht man noch das alte Gemeindehaus wo die Schoule vorher drinnen war.
Bei der Personengruppe könnte es sich um den ehem. Theaterverein Hötting handeln
War das Wasser wirklich so kalt? Nachdem ich die beiden kürzlich veröffentlichten Fotos des Gießenbaches gesehen habe, der offenbar ja ein träge dahinfließender kleiner Fluss war und kein flinker, rauschender Bach, könnte ich mir vorstellen, dass der sich auf seinem einige Kilometer langen Lauf durch die Höttinger Au im Sommer doch um ein paar Grad erwärmt hat. War das vielleicht sogar, ganz spekulativ, der Grund dafür, dass diese frühe Badeanstalt dort entstand und nicht irgendwo am Inn, an der Sill, am Sillkanal oder an einem der anderen Stadtbäche mit ihrem kalten Wasser? Wobei Wikipedia sagt, dass die erste Badeanstalt Tirols jene in Büchsenhausen gewesen sei, 1852 eröffnet (und vermutlich gespeist aus dem Fallbach, oder?).
Vielleicht kommt irgendjemand aus Arzl einmal auf diesen Beitrag? Da hätte ich eine etwas persönliche Frage: In meinen Kindertagen machten wir einmal einen Sonntagsausflug nach Arzl. Das war ja für uns schon eine Weltreise, natürlich zu Fuß. Wenn es davon nicht zwei Bilder gäbe, datiert mit März 1940, wüsste ich natürlich davon gar nichts mehr. Grund für diesen Ausflug war die Familie eines Freundes meines Papas, des Herrn Peppi Telfer, eines Musikers. Laut Aussage meiner Mutter in späteren Jahren sei das Ziel auf dem Weg von der Haller Straße zum Dorf gewesen. Leider sieht man auf den Bildern nur die Personen vor einem Haus stehend (die zwei Töchter, etwas älter wie ich, müssten Zwillinge sein), ein Fenster und einen Spalierbaum ohne Blätter, keine Umgebung.
Ich kann mir nun vorstellen, dass dies eines dieser Häuser am obigen Bild war – wer weiß mehr?
Von meiner Mutter hörte ich nur, dass Herr Telfer, so wie mein Vater und einer meiner Onkel, vor dem Krieg Mitglied des Kolpingorchesters war. Von diesem Orchester habe ich übrigens auch zwei Bilder, auf denen alle drei obengenannten Personen drauf sind.
Von Stadtteil zu Stadtteil unterschieden sich diese Trachten ja auch, oder? Nachdem der Herr am letzten Bild offensichtlich eine riesige umgedrehte Kaffeetasse auf dem Kopf trägt, gehe ich davon aus, dass wir hier die Tracht der Inneren Stadt mit all ihren Kaffeehäusern sehen. ^^
Die Gnadenwalder, Haller, Absamer, Rinner etc. werden nicht erfreut sein, wenn Sie als Innsbrucker ihren charakteristischen Hut als riesige umgekehrte Kaffeetasse bezeichen! „Der Herr am letzten Bild“ ist auch nicht gerade irgendwer! Nix für unguat, Herr Schneiderbauer!
endlich etwas ganz einfaches… es ist die Amraser Pfarrkirche (gibt’s eigentlich auch Bilder von der Kapelle neben der Scheuchenstuehlschen Stiftung – abgerissen für den Bau des Europahauses?)
Zur Amraser Kirche. Ganz so einfach kommt mir dieses Rätsel nicht vor, aber ich nehme an, dass Ihre Lösung richtig ist und wenn sie richtig ist, dann kann ich auch noch etwas zu diesem Brand beisteuern!
Wegen einer anderen Sache habe ich wieder einmal das private Werkverzeichnis meines schon länger verstorbenen Onkels, des Pradler Bildhauers Franz Roilo, durchstöbert und da kam ich im Jahre 1971 auf folgenden Eintrag:
„Pfarramt Amras: Restaurierungen am Hochaltar d. verbrannten Teile, neu 1 Engel m. Flügel und Draperie, Strahlenkranz groß und klein f. Madonna“
Die heutige B171 war tatsächlich früher mal Teil der B1 , welche heute nur noch von Wien bis Salzburg geht. Die Umbenennung erfolgte meines Wissens nach mit der großen Straßenreform 1971. Die B182 Brennerstraße war auch vor 1971 schon die B182.
Was mich interessieren würde: was hat es mit den beiden Seitenstreifen an den Fahrbahnrändern auf sich? Für Parkstreifen erscheint mir das zu schmal – hat es 1952 tatsächlich schon baulich abgetrennte Radwege gegeben? Gibt es hier jemanden, der/die das weiß?
Von dort weiß ich es nicht. Da aber in der Gumppstraße und in der Langstraße bereits in meiner Jugend Radwege bzw. -streifen gleicher oder sehr ähnlicher Bauart vorhanden waren und links auf dem Bild zwei Radler angestrampelt kommen, gehe ich davon aus, dass es so ist.
Also bedeutet das Schild tatsächlich, dass das die B1 ist? Ich dachte mir das auch, weil das Schild ähnlich aussieht wie die heutigen, frage mich aber, warum aus der 1 in späterer Folge die 171 geworden ist.
Das Begräbnis am oberen Bild könnte jenes von Herrn Dr. Anton Melzer,- ehem. Bürgermeister von Innsbruck, sein.
Es war am 15.März 1951, der Winter war anscheinend sehr schneereich,
(dies könnte der Altschnee am Foto dokumentieren).
Da der Bürgermeister der oberste politische Feuerwehrfunktionär einer Gemeinde ist, rückt zu dessen Begräbnis die Feuerwehr immer aus.
Die Feurwehrmusikkapelle ist zu diesem Begräbnis dokumentiert ausgerückt.
Herr Dr. Anton Melzer ist am Westfriedhof beerdigt.
Ich bin Bj. 1948 und auch wir „Schlachthofler“ haben vor unserem Block Dotzen gehackt. Zuerst wie erwähnt mit Holzdotzen und dann mit Eisendotzen. Wir haben jedoch nicht das gespendete Geld bzw. Münze in den Kroas gegeben sondern immer die gleiche Münze, die zwar immer größer wurde aber dafür die Münzen die gespendet wurden unversehrt blieben. Es war natürlich bei dem großen Block immer ein großer Andrang, sodaß oft 2-3 Gruppen mit 4-5 Buben gleichzeitig , an verschiedenen Stellen hackten. Mir ist jedoch unbekannt, daß jemanden der Dotzen genommen wurde. Außer natürlich bei 3x Dotzen und Schnur, aber nicht von der Polizei. Daß der Dotzen nicht getanzt hat und gesungen wie a Tannenmoasl , kann ich Hrn. Roilo nicht zustimmen. Den wir waren beim Dotzenhacken wirklich Spitze (Training) und man mußte schnell sein, damit man ein Geldstück bekam.
Die Schlachthofler waren anscheinend also Profis, wir Alt-Pradler nur Dilettanten und kleine Gauner!! Allerdings waren wir etwas früher in diesem ‚Gewerbe‘ tätig, schnell nach dem Krieg (Bj. 1936)! Damals machte sich noch niemand Sorgen wegen einer Beschädigung der Münzen, bei uns gab es nur die 10 Reichspfennigmünzen bzw. ab 1947 die 10 Groschen Zinkmünzen, die hielten im Gegensatz zu den späteren Aluminium / Mangan Münzen schon etwas aus! 50erlen und Schillingmünzen gab es wohl ab 1947 auch schon in Al/Mg, aber so etwas warf man uns (leider) eh nicht hin!
Meine Karriere als Dotzenhacker dauerte auch nicht sehr lange, so konnte ich auch nicht ein besonderer Meister dieser Kunst werden. Äußere Einflüsse brachten mich davon weg, einerseits meine Tanten, die das überhaupt nicht gerne sahen, aber hauptsächlich durch meinen besten Jugendfreund, der sogar ein Verbot seiner Eltern zum Dotzenhacken hatte. Es war dies der in unserem Stöcklgebäude wohnende und beinahe gleichaltrige Dr. Raimund Skoficz, der einstige und 2019 in Hall verstorbene Landtagsdirektor.
Müsste einen Ausflug auf die Hungerburg tätigen um sicher zu sein, aber die Machart der Einfriedung
erinnert an die Abgrenzungen von Bahntrassen, es könnte die sogenannte Eisenbahner-Hütte sein zwischen 3-er Abfahrt und dem alten Umbrüggler-Alm-Weg.
Ich danke für diese beiden Fotos! Es ist das erste Mal, dass ich Bilder von diesem Gewässer sehe, als es noch an der Oberfläche war. Die Schüttung scheint schon damals recht gering gewesen zu sein, sieht es doch so aus als gäbe es in dem ohnehin schon kleinen Flußbett kaum Strömung.
Perfekt, danke! Ich bin schon gespannt auf Ihr Foto – und wer weiß, vielleicht findet sich bei uns auch noch ein zweites Foto aus Ihrer zweiten Heimat!
Aus obigem Text: „Im Realgymnasium des Typs A, welches acht Jahrgänge umfasste, wurde Latein ab der ersten, und Französisch ab der dritten Klasse unterrichtet. Da sich die Lateinklassen somit über alle acht Jahre erstreckten, sei „jede Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit der weiblichen Jugend ausgeschlossen“, hielt man im Jahresbericht 1912/13 fest.“
Ich durfte im Schuljahr 1946 / 47 die erste Klasse ebenfalls des Realgymnasiums (also nicht des humanistischen Gymnasiums) besuchen, natürlich nicht in der Sillgasse bei den Mädchen, sondern in der Angerzellgasse bei den Buben! Auch wir hatten schon ab dem ersten Jahrgang Latein, im dritten konnten wir wählen zwischen Englisch und Französisch. Ich nahm Englisch, Französisch musste, so hieß es, auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht in den Lehrplan aufgenommen werden,
Nach der vierten Klasse war anscheinend „meine Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit“ durch Latein trotzdem schon zu groß, obwohl ich nicht der weiblichen Jugend angehörte – man schickte mich auf die Gewerbeschule in die Anichstraße, der heutigen HTL!
Dieses erste Schuljahr war geprägt vom mühsamen Wiederbeginn nach dem Krieg! Es gab nichts – Schreibmaterial und Hefte waren Mangelware, Schulbücher aus den Jahren zuvor konnten nicht mehr verwendet werden! Professoren waren noch in Kriegsgefangenschaft, viele durften wegen ihrer Vergangenheit nicht unterrichten – eine schwierige Zeit! Die Tyrolia brachte schon 1945 „Lehrhefte“ für Geschichte, Naturgeschichte etc. heraus, Autoren waren schuleigene Professoren. Der Liber Latinus I war sogar vom damaligen Direktor, dem Dr. Franz Rohracher (Bruder des Salzburger Erzbischofs) verfasst worden. Den habe ich sogar noch – allerdings auf Grund der damaligen Qualität des Materials ziemlich zerzaust!
Die Weiterleitung meiner Mail an das Imster Museum im Ballhaus hat bereits Erfolg gezeigt! Frau Mag. Schuchter schrieb mir:
Sehr geehrter Herr Ing. Roilo,
Ganz herzlichen Dank, dass Sie mich auf den Link aufmerksam gemacht haben! Das Foto ist tatsächlich einzigartig, abseits der typischen Postkarten-Ansichten, was es absolut spannend macht!
Ihr Kommentar hat auch gleich die perfekte Lokalisierung geliefert – solche Schätze werden selten, aber doch immer wieder gefunden!
Vielen Dank und weiterhin viel Vergnügen (und Erfolg!) beim Stöbern!
Mit besten Grüßen,
Sabine Schuchter
Da das Team Stadtarchiv heute die Lösung einer alten Rätselfrage gebracht hat (sehr lobenswert!!), habe ich gerade wieder dieses Panoramafoto näher betrachtet! Wie gut man hier die Bocksiedlung sieht https://innsbruck-erinnert.at/legendaer-zur-bocksiedlung-und-ihrer-entstehung/, inklusive der Zufahrt vom Dodlbichl (‚Knick‘ der Egerdachstraße) her. Das östliche Ende der Bocksiedlung ist in etwa der Lange Weg bei der Einmündung der Valiergasse!
Weiter draußen Richtung Amras der Seebauer https://innsbruck-erinnert.at/der-verschwundene-see/ und das einzelstehende „Weiße Haus“, auch die Egerdachstraße entlang des Schwemmkegels der Sill sticht heraus!
Die Prinz Eugenstraße ist schon etwas bebaut. Ich besitze einen Stadtplan der Wagner’schen aus 1939, da gibt es die Prinz Eugen Straße noch gar nicht! Damals war das letzte Wohnhaus der Reichenauerstraße auf der linken (nördlichen) Seite praktisch das Eckhaus Pembauer Straße Nr.9, (die Villa Reichenauer Straße Nr. 33 sieht man noch ganz alleine stehen), rechts hörte das bebaute Gebiet bei der Kravogl Straße am Ende der ‚Heimstätten‘ auf, nur mehr Wiesen und Felder breiten sich bis zum Gutshof und dem alten Flughafen aus.
Auf dem nächsten Stadtplan aus 1946 der Wagner’schen sieht man schon die Häuserreihen der Prinz Eugen Straße und der Kärntnerstraße entlang der Sill, allerdings ohne die Häuser Reichenauerstraße 37 – 41 bzw. Prinz Eugen Straße 86., welche aber auf diesem Bild schon vorhanden sind.
Ja, ich fotografiere viel, aber eine Reinkarnation des unbekannten Fotografen bin ich nicht. Aber wer weiß, vielleicht ist der leider unbekannte und wahrscheinlich aus Innsbruck stammende Fotograf wegen Linda nach Imst gekommen, vielleicht war sie eine Imsterin, war das ihr Elternhaus? Warum würde man sonst an diese doch etwas abgelegene Örtlichkeit von Imst gelangen?
Klar, dass ich gestern schnell noch trotz Regens hinuntergefahren bin. Berge hat man keine gesehen, deshalb werde ich ein schönes Foto erst bei besserer Witterung machen. Ich habe auch kurz mit zwei Frauen gesprochen (soweit man sich in Zeiten wie diesen überhaupt mit jemanden unterhalten kann), eine war die Schwiegertochter eines der drei Fink- Brüder, die hier einst eine gutgehende Huf- und Wagenschmiede betrieben, ich habe ihnen auch den Link Ihrer Seite gegeben, vielleicht melden sie sich sogar selbst??
Den Link habe ich per Mail auch an Frau Mag. Schuchter vom Imster Heimatmuseum weitergeleitet. Dieses Foto ist wohl einzigartig!
Die heutige Adresse lautet Am Rofen Nr. 54
Das ist ja ein Zufall! Sind Sie am Ende vielleicht eine Reinkarnation des unbekannten Fotografen? 😉 Wenn Sie diese Schmiede sogar gekannt haben, können Sie mir vielleicht die heutige Adresse nennen? Dann würde ich den Pin auf der Landkarte ganz genau platzieren! Herzlichen Dank!
Google Maps sagt, das ist die Fallbachgasse; weiter unten wird ihre Verlängerung aber tatsächlich zur Schmelzergasse, während die Fallbachgasse östlich davon weiterführt. (Ich glaube, dieser Verlauf verlockt dazu, diese Gasse auch dort oben noch für die Schmelzergasse zu halten 🙂 )
Siehe: https://goo.gl/maps/HxTy3j5d5MJ2dAFZ7
Der Stadtplan auf innsbruck.gv.at bestätigt das, auch wenn man es ihm erst durch Markieren einer Adresse entlocken muss.
Danke Herr Schneiderbauer für die Richtigstellung,
die Schmelzergasse beginnt tatsächlich erst bei der Abzweigung zur Weiherburggasse, oberhalb ist es die Fallbachgasse.
From Friedrich Stepanek on Es wäre ein schönes Rätsel...
Go to comment2020/11/10 at 3:07 pm
From Manni Schneiderbauer on In aller Stille: Das Garnisonsspital
Go to comment2020/11/10 at 2:33 pm
From Joachim Bürgschwentner on In aller Stille: Das Garnisonsspital
Go to comment2020/12/03 at 1:29 pm
From Manni Schneiderbauer on Vergangene Zukunftsvisionen: Der Passeiertunnel
Go to comment2020/11/10 at 2:24 pm
From Manfred Roilo on Es wäre ein schönes Rätsel...
Go to comment2020/11/10 at 11:37 am
From Thomas on Es wäre ein schönes Rätsel...
Go to comment2020/11/10 at 10:07 am
From Joachim Bürgschwentner on Idylle im Egerdach: Mit den Augen des unbekannten Fotografen VIII
Go to comment2020/11/10 at 9:37 am
From Manfred Roilo on Es wäre ein schönes Rätsel...
Go to comment2020/11/09 at 9:48 pm
From friesenbichler helfried on Idylle im Egerdach: Mit den Augen des unbekannten Fotografen VIII
Go to comment2020/11/09 at 5:17 pm
From Peter Maurer on Eine nicht so schöne Geschichte
Go to comment2020/11/09 at 12:35 pm
From Joachim Bürgschwentner on Vereinsportrait anno 1932
Go to comment2020/11/09 at 9:13 am
From Josef Schönegger on Hinterhofszene
Go to comment2020/11/08 at 11:18 pm
From Manfred Roilo on Hinterhofszene
Go to comment2020/11/08 at 10:45 pm
From Manni Schneiderbauer on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/08 at 1:58 am
From Martin Schönherr on Ein Rätsel für zwei Blicke
Go to comment2020/11/07 at 9:47 pm
From Matthias Pokorny on Ein Rätsel für zwei Blicke
Go to comment2020/11/07 at 8:05 pm
From Martin Schönherr on Hotel gesucht
Go to comment2020/11/07 at 5:04 pm
From Luis on Hotel gesucht
Go to comment2021/03/20 at 8:06 pm
From Manfred Roilo on Ein Wasserfall im Winter
Go to comment2020/11/07 at 10:40 am
From Elmar Berktold on Ein Wasserfall im Winter
Go to comment2020/11/07 at 8:04 am
From Manfred Roilo on Ein Rätsel anderer Art ...
Go to comment2020/11/06 at 9:15 pm
From Muglach Hans on Ein Rätsel anderer Art ...
Go to comment2020/11/06 at 8:18 pm
From Matthias Egger on Ein Rätsel anderer Art ...
Go to comment2020/11/06 at 8:36 pm
From pension heis on Ein Rätsel anderer Art ...
Go to comment2020/11/06 at 7:07 pm
From pension heis on Vereinsportrait anno 1932
Go to comment2020/11/06 at 6:47 pm
From Manni Schneiderbauer on Wir gehen baden!
Go to comment2020/11/06 at 10:24 am
From Manfred Roilo on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/05 at 11:29 am
From Hermann Pritzi on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/05 at 10:01 am
From Manfred Roilo on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/05 at 8:44 am
From Manfred Roilo on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/05 at 8:27 am
From Manfred Roilo on Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XVII
Go to comment2020/11/05 at 8:13 am
From Manni Schneiderbauer on Tracht kommt von tragen...
Go to comment2020/11/04 at 2:27 pm
From Manfred Roilo on Tracht kommt von tragen...
Go to comment2020/11/04 at 9:03 pm
From Henriette Stepanek on Ein Rätsel nur für echte Christenmenschen
Go to comment2020/11/04 at 11:35 am
From Manfred Roilo on Ein Rätsel nur für echte Christenmenschen
Go to comment2020/11/17 at 10:39 pm
From Sebastian on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 11:01 am
From Manni Schneiderbauer on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 10:32 am
From Elmar Berktold on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 10:51 am
From Walter Rangger on Mysteriöse Brandruinen
Go to comment2020/11/04 at 8:03 am
From Joachim Bürgschwentner on Mysteriöse Brandruinen
Go to comment2020/11/04 at 9:06 am
From Elmar Berktold on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 7:23 am
From Manni Schneiderbauer on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 10:25 am
From Walter Rangger on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/04 at 10:58 am
From pension heis on Ein winterliches Begräbnis...
Go to comment2020/11/03 at 9:27 pm
From Matthias Pokorny on Mysteriöse Brandruinen
Go to comment2020/11/03 at 8:58 pm
From Manfred Roilo on Stadtrand einmal anders
Go to comment2020/11/03 at 8:46 pm
From Willi Hauser on Ein Klassiker ist untergegangen? – Ein Aufruf
Go to comment2020/11/03 at 4:03 pm
From Manfred Roilo on Ein Klassiker ist untergegangen? – Ein Aufruf
Go to comment2020/11/15 at 12:16 pm
From pension heis on "Wochenend und Sonnenschein …"
Go to comment2020/11/02 at 8:28 pm
From Manni Schneiderbauer on Zum Gießenbach
Go to comment2020/11/02 at 4:28 pm
From Joachim Bürgschwentner on Linda: Mit den Augen des unbekannten Fotografen V
Go to comment2020/11/02 at 9:18 am
From R.Dietmar Mair on "Wochenend und Sonnenschein …"
Go to comment2020/11/01 at 3:49 pm
From Manfred Roilo on Auf dem Weg zur Sillgasse (I.)
Go to comment2020/10/31 at 10:41 am
From Manfred Roilo on Linda: Mit den Augen des unbekannten Fotografen V
Go to comment2020/10/31 at 10:25 am
From Manfred Roilo on Ein alter Blick auf die Stadt - aber von wo?
Go to comment2020/10/30 at 8:10 pm
From Manfred Roilo on Linda: Mit den Augen des unbekannten Fotografen V
Go to comment2020/10/30 at 12:46 pm
From Team Stadtarchiv on Ein alter Blick auf die Stadt - aber von wo?
Go to comment2020/10/30 at 12:17 pm
From Joachim Bürgschwentner on Linda: Mit den Augen des unbekannten Fotografen V
Go to comment2020/10/30 at 11:12 am
From KB on Ausnahmsweise ...
Go to comment2020/10/29 at 6:33 pm
From Manni Schneiderbauer on Ausnahmsweise ...
Go to comment2020/10/29 at 6:16 pm
From Hermann Pritzi on Ausnahmsweise ...
Go to comment2020/10/30 at 2:03 pm