Vor den langen Nächten
Wenn man das Stadtcafé so zwischen Landestheater (damals noch Stadttheater), Rudolfsbrunnen und Stadtsälen sieht, denkt man kaum, dass sich hier einst einer der bedeutendsten Treffpunkte des Innsbrucker Nachtlebens entwickeln sollte. Doch das kam erst später.
Eröffnet wurde das Café ursprünglich im Jahr 1893 gemeinsam mit den neu errichteten Stadtsälen. Nach den schweren Bombenschäden des Jahres 1944 dauerte es bis 1960, ehe das Stadtcafé im Zuge des Wiederaufbaus der Stadtsäle feierlich wiedereröffnet werden konnte. Mit dieser Eröffnung war der Wiederaufbau des gesamten Gebäudekomplexes abgeschlossen.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später endete die Geschichte des Hauses schließlich: 2015 begannen die Abrissarbeiten an den Stadtsälen, und damit verschwand auch das Stadtcafé. An seiner Stelle entstand das 2018 fertiggestellte Haus der Musik.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Sommer-2-407)