Bloß nicht fallen lassen
So lautet die Devise bei der Verlegung dieser Kanalelemente aus Beton. Je nach Fallhöhe würden die Rohre vermutlich nicht einmal zu Bruch gehen, doch für derartige Belastungstests ist dies eindeutig die falsche Baustelle. Wie bereits im Beitrag „Der etwas andere Tunnelbau“ handelt es sich auch hier um die Verlegung eines Hauptsammelkanals. Zu sehen ist das Gebiet am linken Innufer im Bereich der Grenobler Brücke (damals noch Reichenauer Brücke) in nächster Nähe zum Hochhaus Schützenstraße 10. Ein kleines Detail kann ich zu diesem Beitrag noch ergänzen: Laut den uns vorliegenden Informationen verfügen die verlegten Rohre über einen Durchmesser von 1,6 Metern.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Titelbild: Frischauf-Bild, Ph-9538)
Danke für diese Fortsetzung! Interessant, dass hier ein Rundprofil verwendet wurde, auf der anderen Seite ist der Hauptsammler ja eiförmig, wie wir aus dem ersten Teil wissen; runde Kanalrohre werden, nach allem was ich als wasserbautechnischer Dilletant aufgeschnappt habe, in begehbarer Größe nur dann verwendet, wenn die Fließgeschwindigkeit schnell ist und/oder ein stärkeres Gefälle vorliegt und sich somit auch ohne enge Rinne keine Sedimente ablagern können.
In diesem Kanal will sicher niemand bei stärkerer Strömung herumspazieren, denn einen Kilometer weiter ist der Inndüker, und wer dort hineingerät, kann danach allenfalls noch um Mitternacht durchs Klärwerk spuken.