Ein Innenhof…
… wie er ab Mitte des 19. Jahrhunderts in großer Zahl entstanden ist. Wilten, Pradl sind voll damit. Leider hat man diese Gemeinschaftsidyllen – so sie welche waren – mit Bauten vollgestopft. Ein anderes heute nicht mehr so leicht vorstellbares Phänomen war, dass in vielen dieser Innenhöfe Handwerks- und Gewerbebetriebe angesiedelt waren. Aber nicht nur ein freundlicher Tischler oder Schneider, sondern auch Nudelfabriken, Schlossereien und sogar Gerbereien.
Auch auf unserem heutigen Titelbild scheint eine ordentliche Fabrik zu stehen. Nach dem Kamin auch etwas „Industrielles“.
Sie ahnen was kommt: Wo? Was?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph/G-11.710)
Es sieht so aus, als wäre im Vordergrund die eingeebnete Grundfläche einer Bombenruine zu sehen… eines Eckhauses…
… und als Lokalpatriotin fallen mir da natürlich gleich deren zwei ein, beide westlich der Andreas Hofer Straße, nämlich
Nr 20, ehem.Gh Pinzger, Ecke Schöpfstraße und
Nr 38, RA Nigler, Ecke Stafflerstraße.
Aber welcher Gewerbebetrieb sich dahinter befunden haben könnte? Und zu was und wozu dieser „Türkenkolben“-Kaminaufsatz diente…. das könnte mir eigentlich endlich einmal ein technisch versierter Bursche erklären!
Dampfabzug? Gasabsauger? Ventilator? – wie gesagt, keine Ahnung (aber nach wie vor sehr neugierig)
Ich hätte spontan auf den Innenhof von Zeughausgasse 4 getippt. War aber heute dort und es sieht leider nicht so aus.