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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Urkunden – Klein Und Groß (II.)

Urkunden – klein und groß (II.)

Hier sehen wir noch eine Urkunde des Königs von Böhmen und Polen, der zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren nicht mehr in Böhmen regierte und in Polen niemals regiert hatte. Interessanterweise tituliert er sich hier nicht nur als Graf ze Tyrol, wie im ersten Artikel, sondern als Graf ze Tyrol und ze Gortz. Dabei war die Grafschaft Görtz keine neue Erwerbung, sondern Teil seines väterlichen Erbes.

Die Bestimmungen, die hier verlautbart wurden, sind weniger deutlich formuliert als die der letzten Urkunde. Heinrich richtet sich in diesem brief an die purger ze Inspruk, soweit so klar. Der Rest ist aber etwas schwieriger zu durchschauen, es scheint um den Schutz von verschuldeten Bürgern zu gehen, die sich für den Landesherrn eingesetzt haben (die für uns schaden genommen habent) sowie für Witwen, was vielleicht nahelegt, dass es dabei um den Kriegsdienst ging. Ebenfalls festgelegt ist, dass dies der genommene Schaden, bzw. der Witwenstand in irgendeiner Form bewiesen werden musste (die das bezaigen muegen).

Umso sorgfältiger wird dafür zum einen angekündigt, dass die Urkunde mit unserm hangenden insigel versehen werden sollte und auch haben wir im Unterschied zu letzten Urkunde ein genaues Datum mit Jahresangabe: nach christes geburt drutzehen hundt jar in dar nach in dem achtzendem Jar, an sankt agnesen tag – also dem 21. Januar 1318.

(Signatur U-20)

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