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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Hinein Ins Wunderland

Hinein ins Wunderland

Versprach das Kaufhaus Tyrol bei seinem Winterschlussverkauf im Jahr 1975. Einige von uns können sich noch an den markanten Y-Würfel an der Fassade erinnern. Das kleine weiße Verkaufsstanderl im Eingangsbereich versetzt mich in meine Kindheit zurück. Fasziniert schaute und hörte ich den „fahrenden Markthändlern“ zu, die ihre Waren lauthals und ohne Pause anpriesen. Zwei dieser Produkte haben es erfolgreich in unseren Haushalt geschafft, der Allzweck-Hobel und die chice Männerhandtasche.

Es gibt noch viele Details auf diesem Foto zu entdecken. Zum Beispiel die Buslinie C, die damals nach Arzl fuhr. Die Straßenhinweistafeln, die den Weg nach Salzburg und München sowie auf den Brenner zeigten. Und der Schriftzug und das Schild, die auf das ehemaligen Hotel Maria Theresia hinweisen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph/A-24643-2328-0006, 1975)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Um mich nicht auf Fotograf oder Fotografin festlegen zu müssen, vermute ich den Standort des Fotoapparates im ersten Stock des Zelgerhauses.

  2. Da hätte man direkt Lust, noch einmal ins alte Kaufhaus hinein zu spazieren! Vorbei an der großen Stoffabteilung nach dem Eingang, zu den Rolltreppen hinunter zum MPreis. Der Handlauf war nicht aus Gummi wie heutzutage, sondern bestand aus lauter klackernden Hartplastikklötzen.
    Die Spielwarenabteilung im ersten Stock war natürlich ein Hit für jedes Kind. Muffig und mit braunem Teppich ausgelegt. Das Restaurant nebenan mit den großen Panoramafenstern sehe ich noch heute vor mir.
    Und für den eher kleinen Hunger gab’s unten in der Passage Beuschel in einem schummrigen Lokal. Am linken unteren Bildrand übrigens ein B-Kadett.
    Schade, dass es in Innsbruck nicht ein Exemplar eines solchen Linienbusses ins Museum geschafft hat. Ich würde mich sofort wieder auf die hinterste Bank setzen, da, wo das Eckfenster der späteren MAN noch fehlte.

    1. Heuer werden es 20 Jahre, vom allerletzten MAN SL 200 im Bestand der IVB mit der Fuhrparknummer 220 hab ich am 20. September 2006 noch diesen Schnappschuss gemacht:
      https://postimg.cc/R6PmksNd
      Wenige Tage danach war er schon außer Dienst. Was aus ihm geworden ist, weiß ich leider nicht.
      Der vorletzte, ich glaube das war Nr. 216 oder 217, war im Mai des selben Jahres an den Verein „Österreichisches Omnisbusmuseum“ in Ternitz verkauft worden, soll dort aber nur als Ersatzteilspender für weitgehend baugleiche Wiener Busse verwendet worden sein. Ich denke, von dem ist schon lange nichts mehr übrig als ein paar Knochen, äh, Schrauben.
      In Innsbruck fehlt meiner Meinung nach ein (großzügig dimensioniertes) Technisches Museum, in dem auch spezifische Techniksammlungen einiger anderer Museen zusammengezogen werden könnten. Je länger wir kein Technikmuseum haben, desto mehr greifbare Stadtgeschichte geht für immer verloren, weil die vorhandenen Museen keinen Platz, keine Geldmittel oder sonstige Kapazitäten dafür haben.

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