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8 Monate Anno 1902 (2)

8 Monate anno 1902 (2)

In den heutigen Tagebucheintragungen erfahren wir mehr über Marie Cornets Beschäftigungen im Alltag, die die Lebenswelt einer jungen Frau des gehobenen Bürgertums widerspiegeln. Wer Herr Wollek war und was es mit dem Fischereizins auf sich hat, wäre noch zu klären…

17. Februar, Montag. Heute gieng wieder alles den gewohnten Gang; vormittags malte ich an einer Rose von meinem Bouquet, nachmittags schnitt ich im Vereine mit Margreth, sowie selbstverständlich auch der lieben Tante Anna, die neuen Beinkleider zu. Abends kam Herr Wollek. Vormittag war auch Herr Stuchly[?] hier, den Fischereizins bezahlen.

18.2. Dienstag. Von 9 Uhr -10 Uhr hatte ich französische Stunde bei Mme Orienx;[?] nachmittags kam Herr Fabiani zur Mandolinestunde. Nach derselben schickten wir an Martha eine Ansichtskarte mit der Fotografie des am Unsinnigen Donnerstag stattgefundenen Haustheaters.

19.2 Mitwoch[sic]. Nichts Besonderes.

20. 2. Donnerstag. Heute ist ein herrlicher Frühlingstag; Martha schrieb mir einen Brief. 

21.2. Heute vormittags malte ich auf Briefpapier das Schloss Ambras, was gut ausfiel. Abends schickte ich dasselbe dem lieben Papa als Gratulation zu seinem am 23. l. M. stattfindenden Geburtstag.

Text: Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck: Cod-2072-1; Bild: Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-36053

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  1. Beim „lieben Papa“ handelt es sich um den Advokaten Dr. Albert Cornet. Die Wurzeln der Familie Cornet liegen in Frankreich. 1695 übersiedelt Hyazinth Cornet nach Tirol. Er wirkte in Innsbruck als Hofkameralrat. Weitere Details zum Familien-Background sowie zur Biografie des Albert Cornet finden sich im Tiroler Anzeiger von 1932:
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19320416&query=%22ALBERT+cornet%22&ref=anno-search&seite=7

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