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Sommer, Sonne, Baggersee

Sommer, Sonne, Baggersee

Gerade in Zeiten wie diesen verschlägt es viele InnsbruckerInnen ins Freibad bzw. an die Ufer der Seen rund um die Stadt. Bei Groß und Klein beliebt ist der Baggersee im Osten von Innsbruck. Doch wie steht es um die Geschichte eines unserer liebsten Freizeitorte?

Der Baggersee entstand durch den Schotterabbau, den die Baufirma G. Hinteregger in den Jahren 1960 – 1975 an dieser Stelle betrieb. Die Schottergrube füllte sich nach und nach mit Grundwasser. Nach Ablauf des Pachtvertrags der Firma Hinteregger im Jahr 1975 plante die Stadt zuerst die Einplanierung des Baggersees und den Bau eines Fernheizkraftwerks. Die Reaktion der Bevölkerung machte diese Pläne jedoch zunichte: bereits zu Zeiten, als in der Grube noch Schotter ausgehoben wurde, stürmten nämlich schon viele Badefreudige den See. Sogar eine Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen, um den Baggersee zu retten. Diese hatte Erfolg: mit einem Beschluss aus dem Jahr 1977 wurde der Baggersee als Badesee umgewidmet. In den darauffolgenden eineinhalb Jahren wurde er badetauglich gestaltet: Das Ufer wurde abgeflacht und bepflanzt, Duschkabinen wurden eingerichtet und Leitungen zur Gewährleistung des Zu- und Abflusses verlegt. Im Sommer 1979 folgte schließlich die Eröffnung.

Der stark frequentierte See erhielt dann im Laufe der Zeit immer mehr „Zuckerlen“: von Tischtennisplätzen über Parkplatzvergrößerungen und einer kinderfreundlichen Liegewiese bis hin zur gut getakteten Busverbindung wurden ständig Verbesserungen vorgenommen. Diese führten dazu, das seit den 1990er Jahren schließlich Eintritt verlangt wird – davor konnte man nämlich gratis im Baggersee plantschen.

Unsere Fotos stammen aus dem Sommer 1978, vor der Adaptierung zum Badesee. (Foto Murauer, Stadtarchiv Innsbruck, Ph-17274-17276).

Blick Richtung Amras am gut besuchten Baggersee.
Ein Relikt aus vergangenen Tagen. Da kommt fast Abenteuerfeeling auf…

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