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Ein Schönes Panorama Von St. Nikolaus

Ein schönes Panorama von St. Nikolaus

zeigt uns dieses Bild. Wieder einmal begleiten wir den Innsbrucker Fotograf Anton Kogler, d.h. wir befinden uns zeitlich etwa in den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt war die neue St.-Nikolauser Pfarrkirche, die erst 1885 fertiggestellt worden war, also noch recht jung. Etwas weiter oben ist das viel ältere Schloss Büchsenhausen zu sehen. Im Hintergrund ragt die Nockspitze auf. Häufig wurden ähnliche Bilder oft mit dem Titel „Innsbruck gegen Süden/Südwesten“ o.ä. aufgenommen, die es als Postkarten in massenhafter Ausführung gab (vgl. etwa Innsbruck gegen Südwesten, sag mir quando). Dabei war oft die Weiherburg Standpunkt des Fotografen. Hier stehen wir aber offensichtlich viel weiter herunten, was eine ganz andere, spannende Perspektive eröffnet. Wo könnte der Fotograf in etwa gestanden haben?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-D-G-36).

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Am Balkon des schönen alten Hauses, das mir, als ich das letzte Mal vorbeifuhr, jetzt leer stehend vorkam…
    Genau unterhalb Wirtshaus Schöneck und oberhalb der Innstraße im Hang, allein stehend. Es wäre genau in der geraden Luftlinie, ein klein wenig tiefer als Büchsenhausen.

  2. Für mich ist es am ehesten das Gebäude, das im Franziszeischen Kataster mit Cederfeld beschriftet ist (heute Weiherburggasse 4). Weniger wahrscheinlich wäre für mich das Haus Guggenbichler (Innstraße 115). Schönegg dürfte sich als Standort von der Topografie her nicht ausgehen.

  3. Innstraße 115 ist zu weit unten, der Fotograf schaut waagrecht nach Büchsenhausen und nicht hinauf. Das schöne, alte Haus darüber, steil im Hang wäre vom Blickwinkel her waagrecht! Ich finde keine Hausnummer davon. Weiherburggasse 4 könnte ich mir auch gut vorstellen, müsste geschaut werden, wie die Balkone der Häuser auf früheren Fotos aussehen. Schönegg auf keinen Fall, um die Ecke fotografieren geht sich nicht aus hihi

  4. G.A.

    Also, von wo wurde das Foto Gemacht? Es gibt eine einfache Faustregel:
    Zeichnen Sie auf ein blatt Papier ein Dreieck:
    Zuordnung für jedese Eck vom Dreieck:
    Das Objekt wir unter welchen Winkel gesehen: Angaben in 1000stel
    Die Hohe oder Breite oder Länge des Objektes: Angaben in 1000stel
    Entfernung des Ojektes: Angaben in 1000stel.

    Sie Brauchen immer 2 Werte. Nicht Vergessen. Es ist eine 3er Regel.
    Z.b.: Frage: Wie hoch ist der Kirchturm?

    Jetzt benützen Sie Google-Map und schreiben die Daten auf und berechnen diese Werte. So können Sie den Standort Bestimmen.

    (Es ist kein astronomische Berechnung)

    Viel Gluck 🙂
    @r

  5. Wenn ich Winkel und Entfernung weiß, dann schau ich auf dem Stadtplan nach :-).

    Ich tippe auf die Villa Blanka, unten sieht man auch die Serpentinen des Fußweges.

  6. Wegen der divergierenden Meinungen melde ich mich noch einmal mit zusätzlichen Aspekten.
    1. Auf reinem Bauchgefühl basierend würde ich sagen, dass wir hier eine Fotografie haben, die mit einem Normalobjektiv von einem Standort auf ungefähr gleicher Höhe aufgenommen wurde. Blickrichtung ist etwa WSW bis SW. Der Fotograf stand auf einem Balkon mit Holzverbau eines Gebäudes, dessen Fassade ungefähr nach SSW bis SW ausgerichtet sein müsste. Das Gebäude steht auf einem Steilhang oder an der Abbruchkante einer Geländeterrasse.
    2. Fakten zur Meereshöhe (Tiris – auswählen/identifizieren – XYZ-Koordinaten):
    Kreuzungsbereich vor Schloss Büchsenhausen ca. 593 m
    Unteres Ende der Garagenzufahrt des modernen Gebäudes Weiherburggasse 4 an der Stelle des Ansitzes Cederfeld 596 m
    Basis von Innrain 115 (zwischen Kindergarten St. Nikolaus und Villa Blanca am Hang) 593 m
    Gasthaus Schönegg 615 m
    Terrasse vor der Villa Blanca 620 m (die Fassade der historischen Villa befand sich im Bereich der heutigen Restaurantterrasse)
    3. Villa Blanca:
    Eine Peillinie von der ehemaligen Fassade der Villa zum Schloss Büchsenhausen (Tiris – zeichnen / messen – Entfernung messen) führt durch den alten Baumbestand bei der Villa Blanca und exakt durch den Ansitz Cederfeld. Bei der Brennweite des Objektivs müsste man in der Blickrichtung (falls nicht durch Bäume verdeckt) mehrere Gebäude im Vordergrund sehen, die Fassade von Büchsenhausen wäre wegen des Blickwinkel nicht von schräg vorne zu sehen. Auch der Höhenunterschied spricht dagegen.
    4. Gasthaus Schönegg:
    Hier gilt das gleiche, die Sichtachse verläuft sogar ein Stück unter dem Geländeniveau.
    5. Innrain 115:
    Meine ursprüngliche Vermutung, dass dieses Haus tiefer liegt als Büchsenhausen, ist falsch, die Höhenlage ist ziemlich identisch. Die Peillinie führt ca. 20 m südlich von Cederfeld vorbei, der Ansitz könnte von der Vegetation im Vordergrund verdeckt sein. Das Gebäude wurde laut Kunstkataster 1863 errichtet, war also zum Aufnahmezeitpunkt bereits vorhanden. Jedoch führt auf dem aktuellen Luftbild und jenem von 1940 der Zugang jeweils von SO zu diesem Haus, wäre also im Gegensatz zum Foto nicht zu sehen. Auf den lagetreuen älteren Detailplänen von Tirol auf „Hirstorische Karten Tirol“ (hik.tirol.gv.at) ist leider nirgends ein Zugang eingezeichnet.
    6. Ansitz Cederfeld
    Die Sichtachse führt von der SW-Ecke der aktuellen Bebauung knapp südlich der Weiherburggasse zum Ansitz Büchsenhausen. Die näher gelegenen Gebäude nördlich der Weiherburggasse können aufgrund des Bildausschnitts und der Vegetation im Vordergund nicht sichtbar sein. Die Gebäude von Büchsenhausen sind (wie von Innrain 115 aus) ungefähr im richtigen Winkel zu sehen, auch die Höhenlage und die Ausrichtung der Fassade würden in beiden Fällen passen.
    7. Außer diesen kommen aufgrund von Topografie und Höhenlage keine weiteren Gebäude als Fotostandort in Frage.
    Resumee:
    Ich bleibe bei meiner Aussage im ersten Posting, nämlich dass die beiden letztgenannten Gebäude für den Fotostandort in Frage kommen, aber der Ansitz Cederfeld für mich der wahrscheinlichere ist. Wegen der Höhenlage hat der Innrain 115 zwar einen deutlichen Pluspunkt gewonnen, dennoch glaube ich nicht, dass der sehr nahe gelegene Ansitz Cederfeld durch Vegetation und Bildausschnitt „zum Verschwinden gebracht werden könnte“.

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