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Aufi Auf’s Radl!

Aufi auf’s Radl!

Der Radsport erfreute sich im ausgehenden 19. Jahrhundert nicht nur in Innsbruck, sondern auch in anderen Städten Alttirols zunehmender Beliebtheit. Dieser Aufschwung manifestierte sich auch in der Gründung zahlreicher Radsportvereine. Mit dem Bicycle Klub Innsbruck, der Radfahrer-Vereinigung der Staatsbeamten und den Radfahrer-Klubs Edelweiß, Innsbrucker Schwalben, Miölnir, Union, Urda, Vorwärts und Wanderer existieren im Jahr 1900 allein in Innsbruck neun offiziell registrierte Radfahrvereine. Auch in einzelnen Vororten der Landeshauptstadt schlossen sich Radfahrer zusammen; so zählte Wilten im Jahr 1900 bereits zwei Radsportvereine, Mühlau immerhin einen.

Als Dachorganisation fungierte der im Mai 1894 in Innsbruck gegründete Tiroler Radfahrerverband, dem sowohl ganze Vereine als auch Einzelfahrer beitreten konnten. Erklärtes Ziel des Verbandes war „die Förderung, Verbreitung und Verbesserung des Radfahrsports, insbesondere durch Veranstaltung von Wander- und Wettfahrten, die Pflege des Kunstfahrens und sonstiger sportlicher Uebungen, endlich im Allgemeinen die Wahrnehmung der sportlichen Interessen der dem Verbande angehörenden Vereine.“ Auch gab der Verband Broschüren wie den „Wegweiser von Tirol und Vorarlberg für Radfahrer“ (1895) heraus.

Verhaltensempfehlungen aus „Wegweiser von Tirol und Vorarlberg für Radfahrer“, 3. Auflage, Innsbruck 1899.

Unser Foto stammt vermutlich aus der Zeit um 1897/98 und zeigt Funktionäre des Tiroler Radfahrerverbands; erkennbar an den Abzeichen (Wappenschild mit rotem Tiroler Adler auf weißem Grund) auf ihren Aufschlägen. Links im Hintergrund ist das Verbandsbanner (geweiht im Rahmen des 3. Hauptverbandstages in Bozen, 18./19. September 1897) zu sehen. Als Bannerpatin fungierte die Innsbruckerin Marie Bederlunger, Gemahlin des 1. Vorsitzenden des Tiroler Radfahrerverbands, Heinz Bederlunger.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-M-18088)

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