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Was Ist Das Für Ein Gebäude?

Was ist das für ein Gebäude?

Das Foto stammt aus einem Fotoalbum vom Innsbrucker Hobbyfotografen Mayer. Das einstöckige, langgezogene Fachwerkhaus hat einen markanten Mittelteil mit zwei Stiegenaufgängen. Es wird vermutete, dass das Gebäude in der Umgebung vom Innrain stand. Wer kann weiterhelfen? Wir im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck sind noch ratlos.

Ph-A-24488-1-116

Der Standort konnte dank der Rückmeldungen bestimmt werden. Das Gebäude stand am Areal des Geiwi-Turmes. An die Nutzung als Studentenheim erinnern sich einige. Leider ist immer noch ungeklärt, der ursprüngliche Zweck des Gebäudes.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Im Hintergrund des gefragten Gebäudes ist die „Alte Uni“ mit den Pappeln zu erkennen. Somit muss es zwischen der Universitätsbibliothek und dem Innufer gestanden haben, im westlichen Bereich der heutigen Uni-Tiefgarage und des GeiWi-Turms.

    In einem Blogbeitrag auf innsbruck.info der Autorin Verena Abenthung ist zu lesen, dass der Bau der alten Uni 1914 begonnen wurde und während des 1. Weltkriegs als Militärspital genutzt wurde. In der Uni-Bibliothek war eine chrurgische Station eingerichtet.

    Auf einem Orthofoto der Befliegung 1970 – 1974 im Laser- und Luftbildatlas Tirol von tirol.gv.at ist das Gebäude noch zu erkennen. Auf einem älteren Luftbild von ca. 1940 war es auch bereits vorhanden, ein höherer Baumbestand spricht für eine Errichtung vor dem Beginn des 2. Weltkriegs. Die zwei Seitentrakte bilden im Bereich des Hauptgebäudes einen stumpfen Winkel. Der heutige Komplex hinter der Uni-Bibliothek wurde 1981 eröffnet, also müsste das Gebäude in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre abgerissen worden sein.

    Über die Funktion des Gebäudes konnte ich bei meiner Blitz-Recherche im Internet nichts finden, also muss ich nun zu spekulativen Annahmen übergehen. Das Gebäude erweckt bei mir einen improvisierten, barackenartigen Eindruck. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es im ersten Weltkrieg im Zusammenhang mit der Nutzung des Areals als Militärspital auf die Schnelle errichtet worden ist – etwa um darin zusätzliche Krankenzimmer unterzubringen.
    Auf dem Luftbild von 1940 grenzt im Osten an das Gebäude ein ca. 30 m breiter Wiesenstreifen (Sport- oder Exerzierplatz?). Der Bereich zwischen dieser Wiese und der Blasius-Hueber-Straße wird von einer sehr kleingliedrigen Bebauung eingenommen.

    1970 war die Wiese der Struktur nach durch Kleingärten ersetzt worden, der östlich angrenzende Gebäudebestand war geschliffen und durch einen (Uni?-)Parkplatz ersetzt worden. In meiner Phantasie könnten im Rätsel-Gebäude z.B. Ungarnflüchtlinge untergebracht worden sein, für deren Ernährung die Schrebergärten einen Beitrag leisteten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Elmar Berktold

  2. Im Stadtplan 1930 (hist. Karten Tirol) ist es gut erkennbar eingezeichnet. Es sieht militärisch aus; die Zweiteilung könnte aber auch ein Hinweis auf eine Geschlechtertrennung sein.
    1920 waren in diesem Bereich (zwischen Uni und Prügelbau/Hirnstraße) mehrere Objekte eingetragen, die nur als Umrisse dargestellt sind, möglicherweise damals Neubauten.

  3. Danke für das tolle Foto. Als Volksschulkind war ich dort ca.1965 in Begleitung meines Kindermädchens. Sie suchte ihren Freund, einen Studenten. Wie im Innsbrucker Adressbuch von 1957 unter Innrain 50a verzeichnet, gehörte es der Republik Österreich und wurde als Studentenheim geführt. Es stand zwischen Neuer Uni und Unibibliothek etwa wie heute der Geiwiturm und der Platz davor.
    Schon 1920 ist im Stadtplan ein (kleinerer) Bau dort eingezeichnet, ab 1930 das große. Mehrere Baracken (Militär, Gendarmerie?) tw. parallel zur Blasius Hueber Straße bzw. diagonal dazu sind seit 1920 eingezeichnet, 1957 befanden sich die noch bestehenden 4 Prügelbaubaracken I,II,IV, V im Besitz der Stadt Innsbruck (Innrain 48).

  4. Vor dem Gebäude hinten links (heute Innrain 53) verläuft der Innrain. Das heißt, das Fachwerkhaus hat großteils am Areal des heute über der Tiefgarage befindlichen Geiwi-Innenhofs gestanden. Blick etwa in Richtung Süden.

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