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Unterwegs Mit Pfarrer Göhlert XXVI

Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XXVI

Berge mögen sich ja nicht verrücken lassen, wie die StammleserInnen wissen, Bahntrassen aber sehr wohl, wie auch diese sensationellen Schnappschüsse von Pfarrer Friedrich Göhlert belegen. Da dampft doch glatt ein Zug mitten durch die Felder im Süden der Stadt. Aber wie kommt’s? Sehen wir hier eine Umgehungs- bzw. Ersatzstrecke aus dem Zweiten Weltkrieg? Ich bin schon gespannt, was die Eisenbahnfreunde uns zu diesen Aufnahmen sagen können …

(StAI, Slg Kreutz-Göhlert)
Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Zum oberen Bild: Bei der Bombenruine hätte ich auf die Hörmannstraße getippt. Links vom rauchenden Schlot (Rhombergfabrik) wäre der Häuserblock in der Knollerstraße, links davon das Asylheim. Den Gaskessel sieht man auch, komischerweise ist er voll, was in Kriegszeiten nicht immer der Fall war.

  2. Ohne jetzt wirklich etwas beitragen zu können: Die seltsame Verteilung von Schärfe und Unschärfe im Titelbild dürfte beim Scannen entstanden sein.

  3. Wie geht es nun mit Kommentaren weiter? Bisher gab es ja von der Umfahrungsbahn eigentlich nur ein Bild von einem halbzerstörten Zug – nun gibt es die zwei neuen Fotos und (fast) niemand schreibt!

    Sind die beiden Bilder nun vom Bau oder Abbau der Bahn, vor Kriegsende oder nach Kriegsende also, gab es nur Dampfbetrieb oder war auch elektrischer Betrieb, wo sind die Masten – werden sie erst versetzt oder sind sie schon wieder weg?

    Am oberen Bild sieht man auf den beiden hinteren Waggons Menschen, alle in gebückter Haltung. Im Wagon davor ist etwas geladen, ziemlich unordentlich – Schwellen? Hinterm Zug ist wohl ein Zaun – Tivoli? Welche Häuser sieht man noch im Hintergrund, außer den oben Genannten – die Eppvilla etwa?

    Welche Häuser sieht man beim unteren Bild? Was ist mit der Frage von Herrn Ritzenfeld?

    Das wären nur einige Anregungen zum Schreiben!

  4. Ich seh mich da in der Rolle des hilflosen Betrachters. Daß man am oberen Bild die Gegend um Gaswerk-Hunoldstraße-Knollerstraße sieht, habe ich grade noch geschafft. Wobei ich die Bombenruine in ihrer Nord-Südausrichtung für die Ecke Knollerstraße Anzengruberstraße halte.

    Beim unteren Bild glaube ich links vom kleinen Häuslein einen Rohbau sehen zu können. Was gegen die Kriegszeit spricht.

    Zum spannendsten Thema, der Umgehungsbahn, weiß ich aber gar nichts. Das Bild zeigt jedenfalls den Zug im Stillstand, auch nur langsam fahrende Dampfloks habe ich anders im Kopf.
    Das Szenario verrät auch keine auffallende Betriebsamkeit, auch die drei Arbeiter, die in gebückter Haltung eine Arbeit verrichten, finden mit einzelner Muskelkraft das Auslangen, es sieht aus, wie wenn jeder für sich allein etwas herumklaubt. Stehen auf dem Waggon dahinter auch noch Leute?
    Leider leider ist auch das zweite Bild so unscharf, daß man nicht erkennen kann, was unmittelbar hinter dem letzten Waggon passiert. Dort ist eine unbestimmbare Anhäufung, eventuell auch Menschen bei der Arbeit, zu sehen, die vielleicht Licht in die Sache bringen könnte.

    Die Unschärfe liegt meiner Meinung nach im Bild selbst. Um sie beim Scannen zu erreichen, müßte man absoluter Anfänger sein, der ein gewölbtes Foto einfach auf die Glasplatte legt ohne die Abdeckung zu schließen. Glaub ich nicht.

    Ich würde für eine Szene aus der Zeit des Abbruchs der Bahn halten. Beim Aufbau hat man sicher mehr Gas gegeben. Hier zeigt sich aber das Arbeitskräfte sparende Arbeiten an einem nicht unter ausgesprochenem Zeitdruck stehenden Projekt. Bahnbauarbeiter hat man damals anderswo vielleicht nötiger gebraucht,

    Alles ohne Netz gedacht.

  5. Die Bombenruine ist das Haus Knollerstrasse 20, dies hat einen Volltreffer erhalten. Die Nachbarhäuser sind schon etwas bewohnbar gemacht. Errichtet wurde es jedenfalls vor 1950.
    Der Zug mit einer deutschen Dampflok, welche in Ibk verblieb, dürfte die Fahrleitung abbauen. Dies deutet alles auf Ende der 50er Jahre hin. Die Bahn wurde bis in diese Zeit betriebsbereit erhalten. Die Leitung stand nach Kriegsende noch einige Jahre und war unter Spannung. Kupferdiebe sollen einmal beim Diebstahl getötet worden sein.
    Der Rauchende Schlot dürfte vom Gelände der Fa. Schwartzkopf (oder deren Vorgänger) sein.

    1. Gemeint ist sicherlich Anfang der 50er Jahre? Man sieht zwar auch noch auf einem Luftbild vom Jahr 58 an einigen Agrarflächen den Verlauf der Trasse, allerdings schon mehrfach durch Bauten, allen voran den Wackersportplatz, durchbrochen. Ende der 50er hätte es auch das Hochhaus in der Hunoldstraße schon gegeben. Und keine Ruine mehr.

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