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Sprung Ins Kalte Wasser

Sprung ins kalte Wasser

Nahezu unbemerkt jährte sich im Mai diesen Jahres die Eröffnung des Tivoli-Freischwimmbades zum 60. Mal. Mit etwas Verspätung blicken wir daher heute auf den den 10. Mai 1961 zurück. An diesem Mittwoch wurde die nach den Plänen von Prof. DI Norbert Heltschel erbaute Anlage mit einem Festakt eröffnet. Auf rund 40.000 m2 war eine Oase für Wassersportler und Sonnenanbeter entstanden, die – zumindest damals – keine Wünsche offen ließen. Vier Becken, darunter zwei, die für Wettkämpfe herangezogen werden konnten, eine Betontribüne mit Platz für bis zu 2000 Zuseher, 28.000 m2 Liegefläche, ein Restaurant und eine Sauna. Selbst bei großem Andrang – das Tivoli wurde für über 6.000 Besucher konzipiert – sollte kein Gedränge aufkommen. Die Stadtväter hatten keine Kosten gescheut und 27 Millionen Schilling (immerhin stolze 13 Millionen Euro) in die Anlage investiert.

Bürgermeister Lugger eröffnet das neue Freischwimmbad.

Während also das Tivoli (scheinbar) keine Wünsche offen ließ, konnte man das vom Wetter am Eröffnungstag nicht eben behaupten: „An Stelle des erhofften warmen Wetters hatten sich nämlich die Eisheiligen als ‚Taufpaten‘ und mit ihnen im Gefolge Neuschnee bis auf 1000 Meter Seehöhe herab, ein kalter Wind und zeitweise nieselnder Regen eingestellt“, so die TT am 12. Mai 1961. Dem Leser des Jahres 2021 kommt dieses Frühjahrswetter seltsam vertraut vor …

Trotz des späten Wintergrußes und einer Wassertemperatur von nur 14 Grad Celsius wagten einige Herren und Damen den Sprung ins kühle Nass. Wenn man sich so die Haltungen ansieht, scheinen manchen der „Wasserratten“ im letzten Moment doch leise Zweifel beschlichen zu haben …
Selbstverständlich wurde auch gleich der Sprungturm eingeweiht.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Pressereferat ohne Sig.)

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