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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
So Scherzte Man Ende Des 19. Jahrhunderts

So scherzte man Ende des 19. Jahrhunderts

Ich war gerade dabei, Bücher für unseren Flohmarkt auszusuchen, der momentan bei uns im Stadtmuseum stattfindet, als mir plötzlich ein schmales Heft mit dem Titel „Was für ein Unterschied? Neueste Scherzfragen-Sammlung“ in die Hände fiel. Es wurde 1892 in Leipzig beim Verlag J. B. Schorpp gedruckt und enthält Witze, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts gemacht wurden. Ihnen kann ich dieses Prachtstück natürlich nicht vorenthalten, deswegen folgen nun einige Auszüge aus besagtem Büchlein. Was sagen Sie dazu? Hat sich der Humor seit dem vorletzten Jahrhundert verändert? Sind Scherze universell?

„Was für ein Unterschied ist zwischen einem Schneider und einem Großsprecher?“ /“Der Schneider schneidet zu, der Großsprecher schneidet auf.“

„Was für ein Unterschied ist zwischen der Sonne und einer Wurst?“ /“Die Sonne geht im Osten auf, die Wurst im Sieden (Süden).“

„Welche Aehnlichkeit ist zwischen einer Insel und „ss“?“ /“Beide kommen im Wasser vor.“

„Welche Aehnlichkeit ist zwischen Dieben und Gensdarmen[sic]?“ /“Sie stecken gern ein.“

„Warum stehen auf der Butter immer Thränen?“ /“Sie weinen, weil ihre Mutter ein Rindvieh ist.“

„Wie hieß der erste Dichter?“ /“Nebel, denn in der Bibel steht: „Dichter Nebel lag auf der Erde“.“

„Zwei Männer begegneten zwei Frauen, die sprachen zusammen: da kommen unsere Männer, unsere Väter und unserer Mütter Männer. Wie sind sie verwandt gewesen?“ /“Die beiden Männer hatten zwei Töchter und nach dem Tode ihrer Frauen nahm Jedweder des Andern Tochter zur Frau.“

Für die RätselliebhaberInnen unter Ihnen habe ich die Antwort beim letzten Rätsel ausgelassen. Vielleicht kommen Sie drauf, was gemeint ist?

„Mit a beschwerlich, Mit i gefährlich, Mit u begehrlich.“

Wenn sie an noch mehr Scherzfragen und Rätseln interessiert sind, können sie ab heute dieses Buch und viele Weitere bei unserem Flohmarkt erwerben.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Die Last.
    Ich muss auch noch einen Flachwitz loswerden:
    Was ist der Unterschied zwischen einem Bäcker und einem Teppich?
    Der Bäcker muss früh aufstehen, und der Teppich kann liegen bleiben.

  2. So, jetzt hab sogar ich das Mathematikrätsel verstanden – für alle anderen Begriffsstutzigen:

    Die Zahlen muss man ohne + dazwischen interpretieren.

    987.654.321
    – 123.456.789
    = 864.197.532

    45 ist die Quersumme der ersten und damit auch der spiegelverkehrten zweiten Zeile.
    Dass die Quersumme der Differenz beider Zahlen ebenfalls 45 ergibt ist nicht ganz zufällig sondern ein bisschen Magie der Mathematik.

  3. Seppele, der im Rechnen ganz schwach ist, bekommt vom Lehrer als Hausaufgabe die folgende Rechnung
    1×9 = 9
    2×9 =
    3×9 =
    4×9 =
    5×9 =
    6×9 =
    7×9 =
    8×9 =

    Ohje, denkt Seppele, das kann ich nicht. Ich zähl einmal, wieviel Fehler das sind:
    1×9 = 9
    2×9 =1
    3×9 =2
    4×9 =3
    5×9 =4
    6×9 =5
    7×9 =6
    8×9 =7
    9×9 =8

    Waaas??? 8 Fehler?? Das kann nicht stimmen.
    Und Seppele zählt nochmals, diesmal von unten nach oben:
    1×9 = 9
    2×9 =18
    3×9 =27
    4×9 =36
    5×9 =45
    6×9 =54
    7×9 =63
    8×9 =72
    9×9 =81

    und bekommt einen Einser.

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