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Schuss Und Gegenschuss

Schuss und Gegenschuss

Da sich bei der gestrigen (bitte stets cum grano salis zu nehmenden) pastoralen Ampelschelte eine schöne Diskussion über die gleisgestützte Verkehrssituation rund um die Basilika entsponnen hat, hier noch zwei bei der selben Gelegenheit entstandene Bilder; oben der Gegenschuss nach Osten mit einer Rumpel in voller Fahrt und unten die noch fast unbebaute Kurve. Ein MV-50-berittener IVB-Inspektor sieht nach dem Rechten bei einer Bauhütte. Zwei Skifahrer freuen sich auf die Mutterer Alm. Es sind hier wie auch im letzten Bild nebenbei auch Radwege zu erkennen, die in späteren Ausgestaltungen keine Rolle mehr gespielt haben.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Herrlich, danke! Natürlich war ich der Prise Salz gewahr. 🙂
    Das obere Bild hier ergänzt meine Aussage zum ehemaligen Güterwagenabstellgleis des Stubaitalbahnhofs ganz hervorragend, weil sehr gut zu sehen ist, wie dort drei Güterwagen stehen. Was ich vergessen hatte und hier zu sehen ist, war, dass die Anlage zweigleisig gewesen ist. Sie hatte auch einen eigenen Gleiswechsel.
    Und ja, die ordentlich mit Leistenstein baulich von der Fahrbahn getrennten Radwege! Sind mir aufgefallen, ich habe aber vergessen, sie zu erwähnen.

    Hier sieht man auch (un)schön den Auto-affinen Geist der 1950er- und 1960er-Jahre, der sich in der angesichts der nichtvorhandenen Verkehrsfrequenz und des Fehlens von Gleiskörpern wahnwitzigen Breite der Pastorstraße im Vordergrund manifestierte. Heutzutage wird so etwas rückgebaut. Hier wurde ein begrünter Mittelstreifen eingezogen.

  2. Auf diesem Foto sieht mans auch recht gut, link GW 29 oder 30, mit den hohen Stahlstreben, die nicht für Skitransporte verwendet worden sind, aber rechts davon einer der beiden Niederbord-GWs 21/22 welche für die Ski am Weg waren.

    Sind das wirklich Radwege oder doch nicht eher Parkplätze? Bild mir ein, so mit Randstein abgesetzt hat es auch oft früher Parkspuren gegeben. Verglichen mit dem PKW am Bild, wären diese auch nicht zu schmal.

    1. Es waren definitiv Radwege. Nicht auf diesen Fotos erkennbar, aber in meiner Erinnerung gespeichert ist eine sauber gepflasterte Radwegüberführung über die Pastorstraße entlang der Kurve herunter von der Brücke, die es dort einst gab (damals in der StVO noch nicht bevorrangt). Diese Radfahranlagen wurden aber leider, nicht nur dort, in den noch Auto-affineren 1970ern zu Parkstreifen „umgenutzt“. Auf der Konzertbrücke haben wir inzwischen zumindest die Parkplätze auf der Ostseite wieder wegbekommen und diesen Platz den Radfahrenden zurückgegeben, was letztlich auch die neue Tramspur stadteinwärts ermöglichte. Auf der Westseite stehen noch Autos herum.

  3. Um diese Radlwege war überhaupt nicht schad, en kompletter Verhau, viel zu schmal, zwei Räder sollten nebeneinander leicht Platz haben. Der Oberhammer waren aber die daneben geparkten Autos mit den denkbefreiten BeifahrerInnen, die einfach die Tür aufrissen. Allerdings gab es damals so gut wie kein Auto mit rechtsseitigem Rückspiegel.
    Ehe die Diskussion losgeht: Ich bin auf dem bleden Radlweg oft gefahren und einmal hab ich sogar einen filmreifen Salto geschlagen, weil wi halt doch nebeneinander gefahren sind und ich mit dem Pedal auf die relativ hohe Gehsteigkante geraten bin, sodaß es das Radl regelrecht aushob und Schwupp.

  4. gewagte Frage: WO ist eigentlich das Pfarrgebiet von Wilten (Süd), WO sind die historischen Gebäude bzw. Behausungen rund um die Pfarrkirche(ich weiss schon Franz de Paula Penz 18. Jhd.), wie z. B. in Amras oder Pradl und Hötting??

    Ich seh da nur das „Leuthaus“, das ja noch Teil des alten gotischen Klosters war und dann bei der Basilika offenbar eine Art Widum, jedoch kein Bauernhaus, kein Bürgerhaus, nichts….

    Ich würde meinen, die eigentliche Gemeinde Wilten (Mitte) befindet sich am Kaiserschützenplatz(wann ändert man da endlich mal den Namen, z.B. „Hilde Zachplatz“) und die Basilika gehörte etwas kleiner als jetzt da hin, wo sich das Trafohäusl befindet. (im Übrigen war das römische „VELDIDENA“ ÖSTLICH der Basilika, wo heute Brennerbahn bzw. Schrebergärten sind, -schade, dass es da überhaupt keine Ausgrabungen gibt, wäre ne Touristenattraktion-)…

    Was das Gebiet vom Wiltener Platzl bis zur Triumpfpforte betrifft, so würde ich von Wilten Nord sprechen, genauso, wie es Wilten West gibt, was ja topografisch auch nicht ganz stimmt, da es viel zu weit weg von der Basilika ist(eher Karwendelviertel…)

    1. Das fällt mir erst jetzt auf, obwohl ich es natürlich weiß, eine Wiltener Dorfpfarrkirche gibt es im Gegensatz zu Pradl, Hötting, Amras, Mühlau usw nicht. Das ist wohl mit der Lage des die Pfarre betreuenden Klosters erklärbar. Und dem Umstand, daß im Gegensatz zu heute ein Fußweg von ein paar Minuten keine übermenschliche Leistung darstellte.

      Über eine Umbenennung des Wiltener Platzls möcht ich nichts verlauten lassen 🙂 , obwohl Kaiserschützenplatz eine unselige altpatriotische Worthülse ist, sonst nichts.

      Um die römischen Ausgrabungen ist natürlich schade, das Kastell war in seinen Grundmauern noch erhalten. Kleines Suchrätsel: Etwa gegenüber der Einmündung der Neurauthgasse in den Frauenanger/Orleyweg sieht man auf der gegenüberliegenden Bahnseite ein winziges Stück römischer Kastellmauer. Herr Schröter hat mich einmal drauf aufmerksam gemacht.

      1. Was mir noch eingefallen ist: Der Standort der Wiltener Basilika ist ein sehr alter. Man hat im Zuge der Renovierung die Grundmaueren einer kleinen älteren Kirche aus dem 5. Jahrhundert entdeckt. Auch als es dann das Dorf Wilten gegeben hat, scheint die Lokalität des ursprünglichen Veldidena noch lange nachgewirkt zu haben. Und so am Rande bemerkt: Vom Wiltener Platzl zur Wiltener Kirche ist es etwas mehr als 500m…

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