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Renovierung Der Johanneskirche III – Exkurs Glockenspiel

Renovierung der Johanneskirche III – Exkurs Glockenspiel

Wie im letzten Beitrag erwähnt war für den 1960 gegründeten Kulturbund Tirol die Renovierung der Johanneskirche ebenso Ziel wie die Errichtung eines „Heldendenkmals“ in Form eines Glockenspiels. 35 Glocken wurden bei der norddeutschen Firma Korfhage bestellt. Zu diesem Zweck wurden immer wieder Spendenaufrufe gestartet. Der berühmteste Spender soll der Schah von Persien gewesen sein, der einen Betrag von 1000 Dollar beisteuerte. Der Präsident des Kulturbundes Tirol soll ihn persönlich zwei Mal bei Österreichaufenthalten getroffen haben. Am 03. Oktober 1965 konnten 25 der 35 bestellten Glocken vor der Johanneskirche im Rahmen eines großen Festaktes eingeweiht werden (siehe Titelbild).

Unglücklicherweise kam die Spendentätigkeit für das Projekt ab diesem Zeitpunkt zum Erliegen – insbesondere, da Innsbruck im Sommer 1965 schwer von einem Hochwasser getroffen wurde und Spenden daraufhin eher der Katastrophenhilfe zugute kamen. Noch dazu kam, dass die statischen Voraussetzungen für die Aufhängung des Glockenspiels in den Türmen der Johanneskirche nicht gegeben waren. Das Glockenspiel sollte in den Folgejahren und sogar -jahrzehnten eine Odyssee und finanzielle Auf- und Abs durchmachen, bis sie schließlich im Nordturm des Dom seinen Platz finden sollten. Aber mehr verrate ich nicht. Lesen Sie dann den im Herbst den einschlägigen Artikel in unserer Publikation zum Dom…. 😉

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-2589)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Erinnere ich mich falsch? Die Idee war eher eine Privatinitiative als ein politischer Beschluß, schon gar nicht ein Wunsch der Bevölkerung. Die lachte mit jeder Standortabfuhr herzlich über diese Aktion, die wohl nur von den am Foto schon optisch erkennbaren Aktivisten des Heldenkults ernst genommen wurde.

    1000 $ vom Reza? Darf ich mit einem Cent als Spender dabei sein?

    1. Nein, Sie erinnern sich richtig. Deswegen hätt‘ ich eigentlich auch den Vorgänger-Beitrag verlinkt, weil dort erklärt wird, dass es sich um eine Initiative des privat gegründeten Kulturvereins handelt.

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