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Rennspektakel Am Flughafen

Rennspektakel am Flughafen

Keine Turbinengeräusche, keine Busse, keine gestressten Geschäftsleute oder Urlaubshungrige. So ruhig wie im Jahr 2020 präsentierte sich der Flughafen Innsbruck schon lange nicht mehr. Parallelen ließen sich wohl nur zu den ersten Jahren des 1948 eröffneten Flughafens Kranebitten ziehen. Die Ruhe auf der Landebahn wusste man zu dieser Zeit jedoch anderweitig zu nutzen. 

Seit 1958 gesellte sich zum Brausen der Flugzeuge das Heulen der Rennautos. Auf der 1700m langen und 14m breiten Landebahn fanden insgesamt 18 internationale Autorennen statt. Im Jahr 1962 wurde die Stecke auf 2800m ausgebaut und auch Motorradrennen in das Programm mit aufgenommen. Die Rennen wurden in verschiedenen Touren- und Sportwagenklassen ausgetragen, etwa auch der Formel Junior und Formel 2. Zudem finden sich in den Startlisten nicht wenig bekannte Namen wieder. Jochen Rindt startete seine Karriere mit 18 Jahren auf der Rennstrecke Innsbruck Kranebitten, 1965 konnte er sich in gleich drei Klassenwertungen den Sieg sichern (Abarth 2000 GT, Abarth Prototyp GT, Alfa Romeo GTA). Außerdem rasten Niki Lauda, Hans Herrmann und Dieter Quester einst über die Innsbrucker Rennstrecke. In den folgenden Jahren jedoch,wurde nicht nur der zunehmende Flugverkehr sondern auch der Lärm der Events mehr und mehr zum Problem. Bei den meist mehrtägigen Rennen konnte das Motorengeheul bis in die Innenstadt gehört werden. Schlussendlich fand der Nervenkitzel 1977, als die letzten Rennautos über die Innsbrucker Landebahn preschten, sein Ende. Nimmt man alle Veranstaltungen zusammen, haben rund 250.000 Zuschauer*innen die Rennspektakel am Flughafen Kranebitten verfolgt.

(Katharina Walser)

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