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Raritäten Aus Der Sammlung Kreutz – VIII

Raritäten aus der Sammlung Kreutz – VIII

Als kürzlich diese hier präsentierten Aufnahmen in der Sammlung von Walter Kreutz auftauchten, war ich zunächst einmal erstaunt. Ein echter Schatz?!

Wenn wir auf den (leider!) wenigen Aufnahmen vom Sillkanal ein Wasserrad sehen, dann denken wir Alle sofort an das bekannte Konstrukt in der Adamgasse. Hier haben wir es aber mit einer anderen Baulichkeit zu tun. Angeblich stammen die beiden Aufnahmen aus dem Jahr 1974. Also Jahrzehnte nach Ende des Sillkanals. Aber befinden wir uns eigentlich an einer der ehemals großen Mühlen? Und wenn ja wo und was befindet sich heute an diesem Ort?

Vielleicht ist die zweite Aufnahme doch noch aus der Zeit als das Mühlrad noch am Bach klapperte? Die Mode und das herrische Erscheinungsbild würden den Schluss nahelegen. Auch die dritte Aufnahme, die auch den Standort klärt, deutet doch recht deutlich darauf hin…

So hat sich der Schatz am Ende vielleicht nicht ganz als das niemals gesehene Dokument entpuppt, sondern vor allem als eine auch sehr rare Dokumentation eines Bauwerks, das schon längst dem Vergessen anheim gefallen ist. Und damit ist genau das, was Walter Kreutz erreichen wollte.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Slg. Kreutz)

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Könnte möglicherweise in der Kohlstattgasse 1 Richtung Viaduktbögen sein…. Auf der anderen Viaduktseite wäre dann das Kapuzinerbergl.

  2. In Mühlau im Umfeld der ehemaligen Weyrerfabrik gibt es einige unsanierte, von Kreativen, Startups etc. nachgenutzte Industriebauten. Ich finde auf Google Maps den genauen Ort gerade nicht, aber das, was ich meine, ist nördlich des „Vierundeinzig“ in der Haller Straße. Dort gibt es auch ein kanalisiertes und teilweise unter die Erde verbanntes Gerinne, das den Fabriken dort einst kinetische Energie lieferte. Als das noch an der Oberfläche fließen durfte, könnte es da so ausgesehen haben. Das offenbar schnell fließende Wasser am dritten Bild würde dazupassen, weil es dort ein stärkeres Gefälle gibt.

  3. In der Meinhardstrasse wo sich heute die Bauernkammer GH. Bauernkeller befindet stand auch ein gewaltiges Mühlrad.
    Dieses wurde vom Sillkanal angetrieben.
    In dem Gebäude wurden damals die Lebertran Pastillen ausgegeben……………grrrr

    1. Glauben’s nicht, Herr Schneider, dass dies in der Adamgasse war? Wenn Sie dort Lebertran Pastillen erhielten, dann war es deshalb, da in diesem Haus, der ehemaligen Feigenmühle, nach dem Krieg das städtische Gesundheitsamt untergebracht war.

      1. Herr Roilo,
        das kann schon sein, dass das Wasserrad in der Adamgasse war. Ich war damals im Kindergartenalter und musste von der Mutter immer hingeschleift werden um dort die grässlichen Lebertran Pillen vor Ort einzunehmen und andere Untersuchungen über mich ergehen lassen.
        In diesem Gebäude wurde auch der Feigenkaffe hergestellt. Wer der Herrsteller war keine Ahnung.

  4. Am dritten Bild sieht man die Viaduktbögen – oder? Auf die hat Herr Auer ja auch schon hingewiesen!
    In den Adressbüchern habe ich nun auf Kapuzinergasse 8 bzw. 8a – das würde mit der Adressierung passen – die Feigenmühle Voglsanger Franz (Salcher Dom.) gefunden (zumindest in den Adressbüchern zwischen 1904 und 1910).
    Laut Adressbuch 1938 war das Haus Kapuzinergasse 8 im Besitz der Fa. Stucker & Zesi(n)ger aus Bern! Diese Firma hatte auch mit Kaffee zu tun.

    1. Der deutlich sichtbare Durchlass ist also wohl endgültig derjenige für den vom Klara Pölt Weg herkommenden Sillkanal, der sich nach dem Viadukt in zwei Kanäle teilt, die erst wieder bei den ersten Vinzenzhäusern zusammenkommen.
      Auf alten Stadtplänen, die in diesem Fall einmal mehr aussagen als das ewige Luftbild von 1940, sieht man auch ein kleines Rechteck o.ä. an der länglichen Gebäudeformation, welches dieses Wasserrad sein wird.

      Mühlau wäre durchaus eine Option gewesen (heißt ja nicht umsonst so), wenn der verräterische Durchlass nicht wäre. Oder gabs dort auch einen?

      1. Ich habe die Stelle jetzt gefunden, die ich vermutete. Hier: https://tinyurl.com/3n2tzmh3
        Direkt vor der Gebäudefront könnte der Fabrikskanal mit dem Wasserrad gelegen haben.
        Dort ist auch ein hoher Torbogen, durch den der Zugang ins ehemalige Fabriksgelände führt. Aber bei genauerer Betrachtung liegt dieser wohl zu weit hinter der Gebäudekante.

  5. Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir uns im Bereich Kapuzinergasse – Kohlstattgasse befinden, Beweis ist für mich im dritten Foto der Bogen im Hintergrund, der wohl ein Teil des Bahnviadukts ist. Ich glaube sogar, einen der charakteristischen Oberleitungsmaste, die außerhalb der Gesimse angebracht sind, zu erkennen. Bedingt durch die Höhenlage des Sillkanalbettes (die Folge war ja auf der anderen Seite der Viaduktbögen das Kapuzinerbergl) waren in diesem Bereich die Bögen niedriger.
    Gut erkennbar ist das auf https://innsbruck-erinnert.at/ein-berg-verschwindet/

    1. Zwischen den Viaduktbögen 33 und 34 befindet sich ein nicht nummerierter Bogen mit einem kleinen Seitenteil. Hier floß einst der Sillkanal vom heutigen Klara Pöltweg Richtung Kohlstatt. Mit Ausnahme von bestehenden bzw. errichteten Straßendurchgängen usw. wurden damals alle anderen Bögen durchnummeriert und sind es heute noch.

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