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Rätsel Zur Tiroler Landesausstellung 1893

Rätsel zur Tiroler Landesausstellung 1893

Das Titelbild dieses Artikels entstand bei der Tiroler Landesausstellung im Jahr 1893. Das Foto wurde von dem Fotografen A. Hesse in der Ausstellungshalle aufgenommen. Auf dem Bild ist eine Ansammlung von Menschen neben dem Leopoldsbrunnen, der von Parkbänken und Pflanzen umgeben ist, zu sehen. Aber wie kam der Leopoldsbrunnen in die Ausstellungshalle? Befand sich tatsächlich der Originalbrunnen auf der Tiroler Landesausstellung oder wurde einfach eine Kopie des Brunnens aufgestellt?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-M-11690)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Herrlich! Genau auf dieses Bild habe ich im Stillen schon lange gewartet…..
    Das gleiche Foto findet sich bereits 1993 in den Stadtnachrichten unter der Rubrik „Innsbruck vor 100 Jahren“:
    http://amtsblatt.stadtarchiv-innsbruck.at/bild.php?id=9458&suchtext=LANDESAUSSTELLUNG

    In der Tat handelt es sich um den Originalbrunnen, welcher hier erstmals in seiner heutigen Gestalt zur Aufstellung kam.
    Wobei nur die Statuen original aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das Brunnenbecken und die Brunnensäule waren 1893 brandneu. Heute befindet sich nur mehr die Reiterstatue des Erzherzogs Leopold original am Rennweg. Die originalen Beckenfiguren wurden später durch Abgüsse ersetzt und als Dauerleihgaben des Kunsthistorischen Museums im Ferdinandeum aufgestellt.

    Die wechselvolle Geschichte des Brunnens, dessen Statuen 1703 von den Bayern entführt und 1809 fast für Munition eingeschmolzen wurden, wäre bestimmt einen ausführlichen Beitrag wert….

    1. Sehr geehrter Herr Auer,
      das Rätsel ist bravourös gelöst! Bei der Landesausstellung 1893 wurde tatsächlich der Originalbrunnen gezeigt.

    2. Die Geschichte des Brunnens ist wahrlich noch einer Reminiszenz Wert. Nachdem das Reiterstandbild Leopolds am Brunnen 2015 zur Restaurierung nach Wien gebracht wurde, war es plötzlich unmöglich, ohne größeren finanziellen Aufwand dieses wieder an seine Stelle zurückzuführen, denn das Kunsthistorische Museum als Eigentümer verlangte plötzlich € 12.000.000 als Versicherungssumme, das die Stadt nicht aufbringen wollte. Für mich ist das eigentlich rätselhaft, denn die Statuen des Brunnens befanden sich bereits seit 1622 in Innsbruck, damals noch im hinteren Hofgarten. Das Kunsthistorische Museum gab es damals noch gar nicht. Im Oktober 2019 ist es nach vielem hin und her dann trotzdem gelungen, das Standbild wieder nach Innsbruck zu bringen.
      Interessant dazu auch die Tiroler Tageszeitung, die damals in drei aufeinanderfolgenden Artikeln die Behauptung aufstellte, das Reiterstandbild wäre erst mit der Errichtung des Brunnens 1893 nach Innsbruck gekommen:
      https://www.tt.com/artikel/16147488/hoch-zu-ross-im-kulturquartier-leopold-statue-zurueck-in-innsbruck.

      1. noch eine kleine Anektote:
        Um 1809, in der Zeit der Freiheitskriege, erregten die unbekleideten Figuren des Brunnens das Missfallen Andreas Hofers, der diese sogar zugunsten von Kanonen einschmelzen wollte. Die Figuren wurden daraufhin in die Hofburg verbracht.

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