Portrait eines Mastens – II
Es war nicht zu erwarten, dass es in der Fotografiegeschichte mehrere Portraits von Strom- und anderen Masten geben würde. Und doch haben wir heute ein weiteres Exemplar als Titelbild. Sogar einen Multifunktionsmast: Strom und Licht. Aber immerhin schon aus Metall mit einem Betonsockel.
So ganz am Rande zeigt das Foto noch ein paar Häuser. Recht neue sogar. Man hat den Eindruck, dass die Wohnungen erst vor ganz kurzer Zeit bezogen wurden. Die kleine Holzhütte im Hintergrund könnte vielleicht noch von der Errichtung übrig geblieben sein. Dahinter erkennen wir übrigens noch eine Art Baby-Masten. Telefonleitungen? Auch die kleinen Grünflächen vor dem Haus scheinen noch nicht eingesäht worden zu sein. Also wirklich ein Neubau. In wenigen Monaten wird es hier ganz anders ausschauen.
Wir befinden uns in der späten Nachkriegszeit. Es geht schon recht ordentlich bergauf, auch wenn man noch kaum Autos sieht. Dafür umso mehr Fußgänger.
Wo sind wir denn eigentlich?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Kr/Ne-7848)
Auf dem Weg zu unserem Friedhof!
Womit das Panoramabild komplett ist.
https://innsbruck-erinnert.at/wer-erkennt-ein-potpourri-aus-den-stadtteilen_teil-22/
und
https://innsbruck-erinnert.at/ein-bloedes-foto/
mit einem Haufen gar nicht uninteressanten Links und Kommentaren.
Der südliche Teil der damals noch ganz schmalen Amraserstr. (HNr. 132 und 130), also vor der Verbreiterung um 1963. Der Übername „Franzosenhäuser“ weist wohl in Richtung Besatzungszeit.
Zwischen den Häusern (Kreuzung Premstrasse) stand das „Hüttenbergerheim“, von dem ich bislang kein Foto finden konnte. Wohl in den 1980ern wurde es abgerissen und das Haus Nr. 128 erbaut.
Der Fotograf steht an der „Kreuzung“ Kaufmannstraße, wo noch nicht die Telefonzelle steht, welche hier auch schon Thema war.