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Photobombing

Photobombing

Am 24. Juni 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, beging die Habsburgermonarchie den 50. Jahrestag der für die österreichische Armee siegreichen Schlacht bei Custozza (24. Juni 1866). In Innsbruck fand aus diesem Anlass eine Feldmesse am Bergisel mit anschließender Kranzniederlegung beim Kaiserjägerdenkmal sowie ein Bestschießen statt. Die oben gezeigte Aufnahme entstand vermutlich ebenfalls am 24. Juni 1916 während einer Defilierung und liefert ein frühes Beispiel für eine Fotobombe. Wagemutig stürzen sich zwei Mädchen in die Parade und damit auch auf das Foto. Wir können nur hoffen, dass es der Wachmann, der sich den beiden in den Weg stellt, bei einer Ermahnung bewenden ließ …

(StAI, Sammlung Richard Müller)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Auch insofern ein Zeitdokument des letzten Krieges, bei dem die Häuser im Hinterland noch stehengeblieben sind, wenn man von den geradezu vernachlässigbaren Kleinschäden durch Doppeldecker und Luftschiffe absieht.

    Der Österreichische L(loyd) war fünf Jahre später auch Geschichte, aber das Militär hat uns ja sooo gut gefallen. Und wir sind immer noch nicht geheilt, wie es scheint.

    Wer war wohl die hinterlandgesicherte Prominenz, zu der die zwei Mädchen eilen wollten? Oder wollten sie einfach nur in Angst geraten der riesigen Menschenmenge entkommen? Hilfe, wo ist Mamá, wo ist Papá?

    1. Zum Österreichischen Lloyd: Eigentlich war das schon damals das Reisebüro Hermann Hueber (siehe kleine Tafel). Das Cafe am Eck war später das Cafe Weiss und dazwischen war auch später noch die Schneiderei Oberhammer&Egger. Das Fotogeschäft ist irgendwann abhanden gekommen – Schneiderei und Reisebüro haben sich dafür auf dessen Kosten vergrößert.

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