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Phantasie Muss Man Haben

Phantasie muss man haben

Das „The Saturday Magazine“ wurde vom „Committee of General Literature and Education“, das von der „Society for Promoting Christian Knowledge“ finanziell unterstützt wurde, herausgegeben. Die Zeitschrift erschien einmal wöchentlich vom 7. Juli 1832 bis zum 28. Dezember 1844 und hatte zum Ziel, Arbeiterinnen und Arbeitern eine Möglichkeit zur Fortbildung zu geben. Neben Berichten über mehr oder weniger „exotische“ Orte auf der ganzen Welt, erschienen in dem Magazin auch Artikel zu den Themenbereichen Natur, Geschichte, Technologie, etc.

Am 9. April 1836 veröffentlichte das „The Saturday Magazine“ einen umfangreichen Artikel über Innsbruck. Das Titelblatt der Ausgabe zeigt einen Holzschnitt mit dem Titel „Innspruck, the capital of the Tyrol“. Die Darstellung dürfte entweder der lebhaften Phantasie des unbekannten Künstlers entsprungen sein, oder in der Redaktion des „The Saturday Magazine“ passierte eine Verwechslung der Bilder. Auf jeden Fall dürften Touristen, die sich inspiriert durch diese Stadtansicht auf den Weg nach Innsbruck machten, auf der Suche nach der dargestellten Kirche wohl ziemlich ratlos in Innsbruck herumgeirrt sein.

Dem phantasievollen Titelbild folgte ein Artikel über Innsbruck: Neben der Beschreibung der Umgebung der Stadt wurde darin unter anderem sehr detailliert über das Leben Kaiser Maximilian I., die schwarzen Mander und Frauen und den Kenotaphen in der Innsbrucker Hofkirche berichtet. Die folgende Abbildung zeigt die erste – und einzige in unserer Sammlung befindliche – Seite dieses Artikels:

(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-k-1158-1, Bi-k-1158-2)
Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ich schließe mich der Meinung von Frau Kollmann-Rozin an und vermute eine Verwechslung der Bilder in der Redaktion.

    Vielleicht sollte in dieser Ausgabe ja neben dem Bericht über Innsbruck auch einer über die Grote Kerk in Den Haag erscheinen. Sie hätte jedenfalls einen sechseckigen Turm. Der Flaschenzug würde auch eher nach Holland passen, ebenso wie die Trachtenhauben der beiden Damen, die ihr Schwätzchen auf einer Brücke (über eine Gracht?) abzuhalten scheinen. Der Holzpfosten mit dem umgewickelten Seil lässt zumindest ein Gewässer vermuten.

    Zugegeben ein bissl viel Konjunktiv. Sicher ist allerdings: Innsbruck ist das nicht. Auch nicht Innspruck.

  2. Ein fast zeitgleich erschienener Artikel im englischem ‚Penny Magazine‘ über Innspruck zeigt uns eine Ansicht der richtigen Stadt, wenn auch mit künstlerischer Freiheit.
    Der Text liest sich wie die Beschreibung eines Eingeborenen Stammes in der Nähe der Schweiz. Die Tyroler Bauern sind nach Meinung der Autoren ähnlich einfach gestrickt (vornehm übersetzt) wie die Bewohner manch abgelegener Schweizer Kantone die nicht „on the traveller’s route of the highway of Europa“ liegen. Ob das als Kompliment gemeint war ? Wenn ja wärs heut wohl das Gegenteil. Den Hofer kennt man selbstverständlich auch und zumindest tapfer sind sie, die Tyroler.
    Naja lesen Sie selbst.

    https://www.antiqbook.com/search.php?action=search&l=de&owner_id=cosmo9&full=Innspruck

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