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News! News! News!

News! News! News!

Um die neuesten Nachrichten aus der Welt möglichst umfassend zu erhalten kam man schlichtweg nicht um den Besuch eines Zeitungskiosks vorbei. Auf dieser Aufnahme aus dem Nachkriegsjahrzehnt erkennen wir bei genauerem Blick einige Schlagzeilen: „Falsches Spiel von Herzog Philip“ (der Zeitschrift Wochenend) oder „Unser Herz kennt keine Grenze“ (Frankfurter). Letztere lässt uns auch das Aufnahmedatum besser eingrenzen: zumindest nach 1949 mit Gründung der DDR.

Eine Antwort auf ein weiteres Thema der damaligen Zeit scheint man auch heute noch nicht gefunden zu haben: „Warum scheitern alle Ehen in Hollywood?“. Es ist und bleibt der Menschheit ein Rätsel. Apropos Rätsel. Wo befindet sich dieser Kiosk denn überhaupt?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR-NE-2970)

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
    1. Ja am Bozner Platz. Und etliche Jahre später, war dort die Firma Bielowski etabliert. Einer der der Söhne dieser Familie, und später Vize Bürgermeister in Innsbruck, war einer meiner guten Schulkameraden in der Leitgeb Schule

  1. Freut mich, endlich ein Foto als Erinnerung an eine Standardeinrichtung des ….. (zum Mitraten frei gelassen) zu haben. Fast täglich gegenüber auf den Bus gewartet. Die mir erinnerlichen Histörchen hab ich früher schon erzählt.

  2. Der Roman „08/15 im Krieg“ ist Teil der Roman-Trilogie des ehemaligen Wehrmachtsoffiziers Hans Hellmut Kirst aus dem Jahr 1954. Das Bild ist also nicht vor 1954 aufgenommen worden.

    Der Standort ist gleich nordöstlich vom Rudolfsbrunnen.

  3. Es ist wirklich ärgerlich, wenn man wie der blöde dasteht weil man den vorigen Kommentar nicht zeitgenau sieht.

    Das Datum scheint aus den Zeitungen auf frühe 50er hinzuweisen. Es geht um die Bewaffnungsfrage Deutschlands, um eine Aktion Moskaus in der Berlinfrage, De Gaulle ist damals wohl nicht Präsident gewesen, da 1959 als Datum wegen der Bewaffnungsfrage Deutschlands nicht wahrscheinlich ist. Und in Österreich haben die Sozialisten bei einer vielleicht ergoogelbaren Wahlgewonnen, während ÖVP und FPÖ Verluste einstecken mußten. Schließlich versucht das Hamburger Abendblatt mit einem Bericht vom Flugzeug der Zukunft zu punkten. Man kann annehmen, daß von den ersten Verkehrsflugzeugen mit „Düsenantrieb“ die Rede ist, um im Jargon der damaligen Zeit zu schreiben. Auch das ein Hinweis auf die frühesten 50er. Wenn die nach dem Krieg noch in Planung gestandenen Riesenflugboote gemeint waren, sogar noch früher. Aber da war die deutsche Bewaffnungsfrage noch kein Thema.
    Interessant die Hinweise auf den Verkauf englischer Zeitungen, die nahen internationalen Hotels Europa, Tyrol und Kreid stellten den Kundenstock.

    Die Wiener Modelle waren offenbar ein Dorn im Auge der „echten“ Wiener Moden, laut unvergesslicher (Nonstop)Kinowerbung „nur dem Museum gegenüber!!!“. Grad, daß es nicht Kruzifix!!! geheißen hat. Jetzt sind beide verschwunden, die Wiener Modelle hat es noch länger gegeben. Der Verlust der Zugkraft der Mode aus Wien zugunsten des 1 Euro Polo spricht Bände.

  4. Immer diese kommentarzeilenverschlingenden Nachträge. Aber ich seh grade bei Wikipedia, die von der Neuen Illustrierten wohl auf den Roman und Film 08/15 hinweisende Schlagzeile läßt das Jahr 54 zu.

    1. Danke, Herr Hirsch, dass Sie es wieder einmal angesprochen haben! Ich meine dabei die Tatsache, dass einfach zu wenig Kommentarzeilen vorhanden sind! Ob sich das liebe Team Stadtarchiv nicht doch einmal dazu aufrafft, hier eine Äderung vorzunehmen??

  5. Vielleicht könnte Herr Rettenbacher eine Serie „Die Kioske am Boznerplatz“ starten? Ich kann mich an verschiedene Ausführungen erinnern, – das wohl letzte in den 1980ern(?) gar von einem Künstler gestaltet.
    Auf Befragen hat das Personal angegeben, durchaus mehr an Zweckmäßigkeit als an Schönheit interessiert zu sein …

    1. Lieber Herr Engelbrecht,
      ich habe bereits mehrfach mit dem Gedanken gespielt eine Serie über Kioske in Innsbruck zu machen. Da es aber bereits ein paar Beiträge über Kioske gibt, wollte ich nicht im Nachhinein eine Serie anlegen. Ich werde aber Ihren Kommentar zum Anreiz nehmen und schauen, welche Funde ich in unseren Beständen zu Kiosken am Boznerplatz finde.

  6. Dieser zweite Teil der Romantrilogie wurde in der Zeitschrift „Neue Illustrierte“ als Fortsetzungsroman veröffentlicht. Der Start dieser Veröffentlichung erfolgte in der Ausgabe vom 28. August 1954. https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=20338685462&searchurl=sortby%3D20%26tn%3Dneue%2Billustrierte%2B9&cm_sp=snippet-_-srp1-_-image3

    Die Linde trägt noch ein paar Blätter, viele liegen aber auch schon auf dem Boden. Der Kunde ist mit einem warmen Mantel bekleidet, es herbstelt also bereits. Der Kiosk-Betreiber hatte diese Werbe-Fahne für die „Neue Illustrierte“ vermutlich im August angebracht und ließ sie so lange hängen, bis die Ausgabe mit der letzten Folge des Fortsetzungsromans erschienen war. Ich wage es daher, den Aufnahmezeitraum einzugrenzen und tippe auf Oktober/November 1954.

  7. Herr Hirsch hat hier einige Schlagzeilen erspäht. Wie das gelang, ist mir schleierhaft. Adleraugen oder spezielles Bildbearbeitungs-Equipment, vermutlich beides. Selbst nach seinen Hinweisen konnte ich nur mit Mühe das eine oder andere Wort nachvollziehen.

    Inzwischen habe ich nach Wahlen mit dem von Herrn Hirsch entzifferten Ausgang gesucht. Am Sonntag, den 17. Oktober 1954 fanden in Österreich 4 Wahlen statt: die Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien und die Landtagswahlen in Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg.

    Die SPÖ hat im Vergleich zu den Wahlen von 1949 in allen 4 Bundesländern Prozentpunkte dazu gewonnen, Verluste für Schwarz UND Blau gab es allerdings nur in Wien und Niederösterreich. Dieser Tatsache ist offensichtlich die Schlagzeile der Wochenzeitung „Welt am Montag“ geschuldet.

    Ich gehe davon aus, dass hier die Ausgabe vom 18. Oktober 1954 zu sehen ist. Die Aufnahme wird demnach zwischen dem 18. und 24. Oktober 1954 entstanden sein.

    1. Keine Sorge, Frau Stolz, ich nenne jetzt kein von einer Tageszeitung abgelesenes Datum.

      Nur ein kleiner Tipp zum „Vergrößern“.
      Rufen Sie doch die mit jedem Browser darstellbare Seitenquelle auf (rechte Maustaste in einem freien Bereich, z.B. am linken oder rechten Randbereich der Homepage, oder Umschalten und F10 drücken).

      Man sieht einen Wust von HTML Zeilen, die einem egal sein können, wichtig ist nur die Zeile in der data-src vorkommt. Die sucht man mit „strg f“ Dahinter steht die Webadresse des Fotos, die man ganz legal aufrufen darf. Die ist meistens schon schärfer und größer als das auf Webseitengröße zusammengestauchte Bild des Beitrags.

      Wenn Sie den einfachen Irfanview haben, speichern Sie das Bild, dann können Sie weiter vergrößern, schärfen, Kontrast verstärken, ein Negativ erzeugen, was manchmal die Lesbarkeit einer unleserlichen Schrift doch noch ermöglicht, und das Bild spiegeln, was manchmal Klarheit schafft.

      Das Team vom Stadtarchiv bitte ich wegen dieser Öffnung der Büchse der Pandora um Verzeihung.

      1. Ausprobiert und funktioniert. Danke für den Tipp, Herr Hirsch! Die Möglichkeiten mit IrfanView kenne ich und habe ich bisher auch verwendet. Leider nimmt dabei mit zunehmender Vergrößerung auch die Unschärfe zu. Wenn man allerdings das Original mit der von Ihnen angegebenen Methode bereits etwas schärfer aufrufen kann, bleibt auch die Vergrößerung länger scharf, wirklich hilfreich bei den doch meist alten Aufnahmen.

        Mittels „System Hirsch“ konnte ich nun auch die Schlagzeile in der Zeitung oberhalb der „Welt am Montag“ mehr oder weniger entziffern. Ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich ein und dasselbe Wahlergebnis kommentiert wird, natürlich völlig unabhängig von der Couleur, der die jeweilige Zeitung nahesteht …

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