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Neues Album, Neues Glück XXXIV

Neues Album, neues Glück XXXIV

Dieses Foto hätte eigentlich gut in den Beitrag „Best of Karrn, Grattn und Tschesn“ gepasst, aber ich habe mich dann entschlossen, doch zumindest ein bisschen etwas zur Firma Unterberger zu erzählen, die im Bild zu sehen ist.

Bereits in den 1820ern taucht Franz Unterberger als „Kunsthändler“ bzw. als „Kunst- und Musikalienhändler“ in den Innsbrucker Zeitungen auf. Die Geschäftslokalität wird einfach mit „in der Neustadt“ angegeben. Die Kunsthandlung im damaligen Gebäude Museumstraße 1 barg aber noch viel mehr: sucht man nach „Unterberger“ in den Innsbrucker Adressbüchern, so finden sich unter Eintrag der verschiedensten Familienmitglieder auf dieser Adresse im Laufe der Jahre und Jahrzehnte die Bezeichnungen „Möbelhändler“, „Handel mit technischen Artikeln“, „Versicherungs-Vertretungen“, „Buchbinder“, „Bank- und Wechselgeschäfte“, „Schreibmaschinenhändler“, „Buchhandlung“; „Anmuts- und Anstandslehre“, „Gemischtwarenhandlung“ und eine ominöse Berufsbezeichnung namens „Gelbgießer“. Noch nie gehört, Google schnell befragt, kann ich Ihnen mitteilen, dass es sich um jemand handelt, der sich mit Messinggießen beschäftigt.

Das Unterberger-Haus war im 2. Weltkrieg ein Bombentreffer – wie in diesem Forum schon einmal bemerkt wurde wohl einer der am längsten bestehenden in Innsbruck.

Dieses Foto wurde beim Neubau im Jahre 1961 aufgenommen. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine Parfümerie.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Pl-1782-104; Ph-2286, Foto Frischauf)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Im September 1878 weilte die Königin von Sachsen in Innsbruck. Wie man in den Innsbrucker Nachrichten lesen kann, besuchte sie auch die berühmte Kunsthandlung Unterberger:

    „Die Königin von Sachsen ist zu einem kurzen Aufenthalte in Inns­-
    bruck eingetroffen und hat im Hotel „Tiroler-Hof“ ihr Absteigequartier genommen.
    Ihre Majestät besuchte gestern die Kunsthandlung Unterberger und das Antiquariat
    Steiner, wo sie u. a. ein Aquarell unseres vaterländischen Malers Tony
    Grubhofer ankaufte.“

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