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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Maria Mair

Maria Mair

Wenn Sie als Innsbruckerin gelegentlich im Internet oder beim Faschingsgschnas mit Augenmaske ein wenig von der Anonymität des Augenblicks profitieren wollen, dann brauchen Sie einen Inkognitonamen. Ich empfehle hierfür die Kombination aus zwei häufigen Namensteilen. Als Vorname ist hierorts entweder Maria oder Anna zu präferieren, als Nachname stehen Gruber, Berger oder Mair zur Verfügung. Im Oberland Riml oder Schöpf, im Unterland Moser oder Egger.

Solcherart in die Ungooglebarkeit entrückt, könnte, wenn wir von den 1950-er Jahren sprechen als Beruf die Krämerin dienen, ein paar Kolonialwaren, Delikatessen, Reiseproviant und Südfrüchte. So steht es auf dem Geschäft, das hier von einem Profifotografen abgelichtet wurde und offenbar in der finalen Werbekarte noch ordentlich entlang des deckweißen Rahmens beschnitten werden sollte.

Mit diesen Angaben finde ich normalerweise jede Innsbrucker Kauffrau, in diesem Fall könnte es am Innrain sein, in der Innstraße, in der Liebeneggstraße oder der Neurauthgasse in Wilten, in der der Höttinger Kirch-, später Daxgasse… alles Ladnerinnen namens Maria Mair.

Ich habe sie nicht gefunden. Das Haus und die hübsche Beschriftung mit der Eigentümerin an ihrer Obstwaage sind mir unbekannt. Ich rätsle über Maria, Anna, Mair, Gruber, Egger, die ja vielleicht gar nicht so hieß sondern sich einen Spass draus gemacht hat, hinter einem Namen zu verschwinden, der einen iin Geschichte und Gegenwart unauffindbar macht.

(Archiv Markus Wilhelm)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Innrain 23. Das Haus gibt es nicht mehr. Da steht nun Kleider Mair. (Gleicher Name!). Erkannt habe ich es am Tor von Haus Innrain 21 (das Haus gibt es seit kurzem auch nicht mehr). Ich hab mal am Innrain gewohnt und bin immer am Tor 21 vorbei zum M-Preis gegangen 😉
    Den ersten Hinweis ergab für mich aber der Baum und der Schatten. Damit war klar, dass es keine schmale Strasse sein kann. Dann die Suche eingegrenzt auf St. Nikolaus, Wiltener Platzl ….bis zum Terminal

      1. Obst Mair, Innrain 23 (Kleider Mair Haus) ist laut internet ein Familienbetrieb seit 1933. Im logo oberhalb der Tür ist eine Frau abgebildet, aber anders als beim sgraffito der 1950er.

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