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Lebenszeichen Von…

Lebenszeichen von…

Hinter dieser unscheinbaren Überschrift verbirgt sich ein Objekt, das an ein dunkles Kapitel der Innsbrucker Geschichte erinnert. Es handelt sich um ein Zeitdokument der Luftangriffe auf Innsbruck, welche mit Dezember 1943 begannen. Die im Titelbild zu sehende „Eilnachrichtenkarte“ wurde von der Reichspost im März 1943 eingeführt. Mittels dieser Karte war es möglich, innerhalb von vier bis zehn Tagen aus der/in die betroffene Stadt gebührenfrei private Post zu senden, um Verwandte möglichst rasch über das Wohlergehen und falls nötig über die neue Anschrift zu informieren. Bedingung hierfür war, dass die Stadt im Wehrmachtsbericht erwähnt worden war und dass die Nachricht 10 Wörter nicht überschritt. Auch für einen Bombentreffer auf die Poststation wurde vorgesorgt, es gab für diesen Fall vorbereitete Lastkraftwagen zum Transport in die nächstgelegene Postanstalt.

Im Laufe des Krieges wurden, wie in unserem Fall, Karten mit Vordruck in drei verschiedenen Farben verwendet. Die grüne Karte war für Soldaten, die violette betraf Eilaufträge zur Prüfung einer Postanschrift und die im Bild abgebildete rote war für private Nachrichten. Die hier gezeigte Karte wurde am 15. Dezember 1944 von Innsbruck nach Gries bei Bozen mit den knappen Worten versendet: „Bei uns nicht passiert, alles gesund.“

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Div-438)

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