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Kaiserliche Hochzeit

Kaiserliche Hochzeit

Am 4. November 1856 heiratete der damalige Statthalter von Tirol Erzherzog Karl Ludwig Prinzessin Margarethe von Sachsen. Die Hochzeit fand in der Heimat der Braut in Dresden statt. In der Folge fanden zu Ehren der frisch Vermählten in ganz Tirol einige Feierlichkeiten statt. Am 26. November 1856 trafen die beiden schließlich in Innsbruck ein, wo sie glanzvoll von den Standschützen, einer Kompanie der Infanterie und einer Musikkapelle am Rennweg empfangen wurden. Der Rennweg war überdies mit einer Ehrenpforte und Fahnen geschmückt. In den Gemächern der Hofburg empfing das Paar anschließend die Honoratioren der Stadt, um deren Huldigung entgegenzunehmen.

Festkantate zur Vermählungsfeier von Erzherzog Karl Ludwig, Statthalter von Tirol, mit Margaretha. Stadtarchiv/Stadtmuseum Div-5493.

Bei dieser Gelegenheit überreichten verschiedene gesellschaftliche Gruppen und städtische Institutionen Geschenke an das Paar, wie beispielsweise das oben zu sehende Heft einer Festkantate, die anlässlich der Hochzeit aufgeführt worden ist. Außerdem hatte die Armenkommission der Stadt für den Jahreswechsel eine Neujahrsentschuldigungskarte herausgegeben, die im Titelbild abgebildet ist und das Paar zeigt. Die Ehe dauerte indes nur kurz, denn Margarethe verstarb bereits im Herbst 1858 an Typhus. Sie liegt in der Kapuzinergruft in Wien begraben. Ihr Herz wurde in der Innsbrucker Hofkirche beigesetzt. Der Magistrat der Stadt versuchte die Erinnerung an Margarethe auch durch eine weitere Ehrenbezeugung wachzuhalten. Wissen Sie worum es sich dabei handelt?

(Stadtarchiv/Stadtmagistrat Ph-G-1502)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Die betreffende Ehrenbezeugung ist die Benennung des Margarethenplatzes. Ab 1923 dann Bozner Platz!

    Der Platz ist nicht nach Margarethe Maultasch benannt, wie man auf Grund des Rudolfsbrunnens naheliegenderweise meinen könnte, sondern nach der Prinzessin Margaretha von Sachsen!

  2. Laut Konrad Fischnalers Chronik wurde der Platz im Jahre 1858 zu Ehren der Gemahlin von Erzherzog Karl Ludwig in „Margarethenplatz“ umbenannt.

    Margarete Prinzessin von Sachsen war wie erwähnt die unvergessliche erste Gemahlin von Erzherzog Karl Ludwig und starb bereits 1858 mit nur 18 Jahren. Ihr Herz wurde auf Bitte des Innsbrucker Stadtmagistrats, einen Teil der sterblichen Überreste in Innsbruck aufbewahren zu dürfen, in der Hofkirche beigesetzt.

  3. Margaretha war eine Cousine von Sissi und von Kaiser Franz Joseph, nach denen in Innsbruck auch Straßen benannt sind.

    Das Pendant zum Margarethenplatz bildete aus Sicht der Straßennamen der Karl-Ludwig-Platz.

  4. Der abgebildete Erzherzog Karl Ludwig war der Vater von Thronfolger Franz Ferdinand, der Großvater des seliggesprochenen Kaisers Karl und der Urgroßvater des Kronprinzen Otto von Habsburg.

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