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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Jo Eh, Aber Scho?

Jo eh, aber scho?

Das ist der Gedanke, den ich mir bei dieser Postkarte mache. Zu sehen ist laut rückseitigem Aufdruck das Innere des Hotel Tirol. Eines der prachtvollsten Innsbrucker Hotels, nordseitig den Bahnhofsvorplatz abschließend (siehe unten). Und in „nordseitig“ liegt auch mein Fragezeichen zu diesem Beitrag. Denn wenn, wie auf der Postkarte beschrieben, der „Speisesaal mit Blick auf den „Bettelwurf“ (Nordkette)“ zu sehen ist, dann frag ich mich, wie sich das ausgeht. Der Saal als solcher ist aus anderen Aufnahmen belegt, fraglich ist für mich eher die Aussicht. Denn in diesem Fall müsste dieser prachtvolle Saal mit dem großen Fenster nach Nordosten ausgerichtet sein, also in etwa dorthin, wo heute PEMA 1 steht.

Außenansicht um 1900.

Aber geht sich das aus? Abgesehen davon schaut der „Bettelwurf“ huer nicht sehr „Bettelwurfig“ aus. Vielleicht hat der Verlag deshalb in Klammer Nordkette geschrieben, irgendwas davon wird schon ein Treffer sein. Aber der Kunstverlag Deyhle sitzt auch in Stuttgart, also welchen Vorwurf soll man denen schon machen… 😉

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-31604; Ph-7819)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Sehen wir vielleicht das Innere des Hotels gleichen Namens, das in Igls stand, und nicht jenes vom Hauptbahnhof? Berge sehen für mich sowieso alle gleich aus, deshalb kann ich nicht beurteilen ob das der Bettelwurf ist, aber dass es so eine Aussicht unterhalb des 10. Stockwerks in der Stadt geben kann, bezweifle ich. Die Perspektive und Sichtachse in die Berge könnte aber zur Seehöhe des Mittelgebirges passen.

    1. Gute Frage. Gedruckt ist „Hotel Tirol, Innsbruck“. Also das macht eigentlich nur Sinn, wenn’s nach der Eingemeindung passiert ist. Dann müsste die Postkarte von nach 1942 sein.

      Auf den Bettelwurf würden wir in gerade Achse aber von Igls auch nicht blicken.

  2. Ich würde sagen das ist ganz eindeutig künstlerische Freiheit unter Zuhilfenahme sämtllicher, zur Verfügung stehender, Retuschemöglichkeiten.

  3. Na ja, ein hineinretuschiertes Brandjoch (mit Frau Hitt Sattel und so) beginnt ja auch mit B – kann man also verwechseln. Und da über Innsbruck damals (außer bei Föhn!) sowieso meist eine Smogschichte lag, ists eh impressionistisch verschwommen. Und der Retuscheur will auch was zu tun haben…

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