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Innsbruck In Hundert Jahren?

Innsbruck in hundert Jahren?

Normalerweise würde ein solcher Titel hier eher „Innsbruck vor hundert Jahren“ lauten, aber diesmal sehen wir, wie Innsbruck im Jahr 2000 aus der Sicht der Menschen um die Jahrhundertwende aussehen würde.

Auch wenn die Karte nicht als sonderlich ernsthafter Versuch einer Vorhersage der Stadt ein Jahrhundert später war, so muss man doch feststellen, dass nicht sonderlich viel getroffen wurde. Die elektrische Straßenbahn hat man richtig hinbekommen, die gab es aber bereits seit fast zwanzig Jahren, und bereits fünf Jahre nach dieser Karte kam sie nach Innsbruck – auf die quer durch die Stadt führende Seilbahn müssen wir jedoch noch warten.

Besonders fällt jedoch der verstörende Mangel an originellen Luftschiffen über der Stadt auf – und es wird höchste Zeit für eine über den Mond führende Laterne – welches Jahrhundert haben wir denn?

(Signatur sommer 5_31)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Was der Postkartenhersteller von ca. 1904 nicht voraussehen konnte:
    Die abgebildete Rotunde ist bereits 1906 abgebrannt!

  2. Herrn Schneiderbauer werden solche Zukunftsvisionen insoferne freuen, als das einsame Auto einer dreifachen Menge an Fahrrädern gegenübersteht. Die Automobilfabrik Paris ist wohl schon in Konkurs gegangen. Der Verkehr wird am Boden von zahlreichen Straßenbahnen bewerkstelligt.
    Geradezu visionär: Der Passagier eines öffentlichen Luftfahrzeugs springt punktgenau über seiner selbstgewählten Haltestelle mit dem Fallschirm ab. Umgekehrt ists dann schon schwieriger. Der Versuch, mit Ballon und Passagier den Öffi-Zeppelin abzufangen, gehört ins Reich der Slapstickfilme. Immerhin setzt der Zeichner mehrheitlich auf das Flug-, pardon, Fahrprinzip leichter als Luft, die einzige klapprige Flügelschlagkutsche hat er wohl selber nicht ernst genommen.
    Die theoretische Frage „wo ist das?“ ließe sich als eine weitere prophetische Meisterleistung des Künstlers deuten: Rund um die damals auch noch nicht existente Christuskirche.

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