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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Hofgasse Einmal Anders

Hofgasse einmal anders

Viele von uns, wenn nicht fast Alle meiden vor allem im Sommer die Hofgasse. Ströme von Touristen wälzen sich durch. Reisegruppen aber nicht mehr, weil sie einfach nicht durchkommen. Und während der langen Passage wird man von Waren belästigt, die man einfach nicht sehen will: Tirolerhüte, Kinder-Dirndln, Brettln mit lustigen Sprüche und ähnlichem Müll. So wie sich halt die chinesischen Produzenten Tirol vorstellen.

Das war aber nicht immer so. Früher gab es hier Geschäfte wie eine Wiener Bäckerei. Warum heißt das eigentlich „Wiener Bäckerei“? War damit eine besondere Produktionsart gemeint oder sollte das eine bestimmte Qualität benennen?

Im Burgriesen-Haus gab es noch ein „Burgriese-Buffet“. Jahrzehnte später gab es hier das „Nofretete“. Das hat natürlich niieeeeemand aus unserer männlichen Leserschaft je betreten.

Früher machten Einheimische in der Hofgasse einen Tratscher. Der Mann in Uniform rechts, der eine Uniform aufträgt, lässt mich auf 1950er Jahre schließen. Die Knickerbocker des Tratschers eigentlich auf 1930er, aber vielleicht trägt er sie auch nur auf…?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-38.539)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Angesichts der stillen Beschaulichkeit des netten Titelfotos wiederhole nur leise meine Frage im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/hof-riesen-gibt-es-wirklich/ „Wo ist die Burgriesenstatue oder deren Kopie?“

    Die abgetragene Uniform des sicherlich schon pensionierten Herr rechts könnte eine Bahnuniform sein, am Kragen sehe ich sowas wie ein einfaches Flügelrad? Und, ja, die Knickerbocker war ein typischer Uniformteil der nicht-uniformierten Krawallbanden und „ziviler“ Rollkommandos der Herrenrasse. Aber auch ein Freizeitlook, der den Träger als Bergfex auswies. Einigen wir uns auf die zweite Deutung.

    Über das einst gewichtige Attribut Wiener Bäckerei gab es einen Beitrag: https://innsbruck-erinnert.at/wiener-baeckerei/

    1. Lieber Karl,

      Das Original steht im ersten Stock des Historischen Rathauses und ist frei zugänglich. Die Kopie liegt seit Jahrzehnten beim (einzigen Tiroler) Steinbildhauer Peter Kuttler, dem Sohn von Adalbert Kuttler. Es gäbe noch so ein paar Anekdoten zu dieser tragischen Geschichte…
      Beste Grüße,
      Lukas

        1. Vielen Dank!
          Was könnte der Grund für diicht-Aufstellung der Kopie sein?
          Sie ist noch nicht bezahlt.
          Es gibt keine Richtlinie zur Aufstellung.
          Die Prüfziffer fehlt oder ist ungültig.

          1. Angeblich ist es viel absurder: Während der Restaurierung/Abformung wurde das Haus in Bausch und Bogen verkauft. Danach verweigerte der neue Eigentümer die Aufstellung. Es sei denn, er darf einen Lift durch das Gewölbe im Haus brechen. Daher gibt es jetzt eine überzählige Figur…

          2. Man könnte den Besitzerwechsel (noch immer derselbe Hausherr?) zeitlich mit der Umwandlung in das Nachtlokal „Nofretete“ vermuten. Ich war nicht nur wegen des fehlenden Lifts nie dort. Erst recht nicht in der Vor-Nofretete Zeit. Ich weiß gar nicht, wann dieses Mikro-St-Pauli wieder verschwunden ist.

            Gute Idee übrigens, ein wahrscheinlich zur Statik gehörendes Gewölbe durchbrechen zu wollen.
            https://postimg.cc/vgtBjzXK
            Die bislang unbekannte Lokalität der bis vor Kurzem als Fixtitel benutzte Foto der Altherrenrunde tät gut dorthin passen.

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