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Hinaus Ins Land (29)

Hinaus ins Land (29)

Als Stadtarchiv konzentrieren sich unsere Bestände natürlich vor allem – aber nicht nur – auf das Stadtgebiet von Innsbruck. Fotosammlungen mit Innsbruck-Bezug enthalten oft auch Ansichten aus Tirol (und darüber hinaus), vielfach leider ohne Beschriftung. Können Sie uns vielleicht bei der Zuordnung behilflich sein?

Passend zur Jahreszeit unternehmen wir heute einen Skiausflug außerhalb der Stadtgrenzen. Die Zeiten, wo man sich jede Abfahrt erst mit einem schweißtreibenden Aufstieg verdienen musste, neigen sich dem Ende zu. Auch wir verzichten dankend darauf, nehmen stattdessen auf einem Schlitten mit Bänken (wie mag der terminus technicus für diese Aufstiegshilfe lauten?) Platz und lassen uns nach oben ziehen (by the way – wer zieht uns eigentlich?). Wir sind motiviert, der Schnee schaut gut aus, die Sonne lacht – es ist alles angerichtet für einen perfekten Skitag in …?

(StAI, Kleinsammlung Foto Holy)

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare
  1. Ist das ein interessantes Gefährt! Für mich sieht es aus, als ob dieser Schlitten bzw. diese Plattform über eine Oberleitung betrieben worden wäre, deren Kabel durch die senkrechte(n) Stange(n) im Bereich des Gefährts in der Höhe gehalten würden.
    Schade, dass das bewegte Gefährt so unscharf ist. So kann ich nicht erkennen, ob irgendwo eine Kabeltrommel für das Zugseil angebracht ist – was sicher nicht heutigen Sicherheitsstandards entsprechen würde. Oder aber die „Oberleitung“ dient der Steuerung des Motors, der am oberen Ende des Zugseils dessen Kabel auf einer Trommel aufwickelt. Dies ist für mich die wahrscheinlichere Lösungsmöglichkeit.
    Zur räumlichen Einordnung waren meine ersten Gedanken Brixen im Thale oder der Bereich Kitzbühel / Aurach. Bei Brixen im Thale passt vor allem die Bewaldung zu wenig, so viel kann gar nicht in den letzten 80-100 (?) Jahren aufgeforstet worden sein.
    Aber die zweite Alternative scheint mir recht plausibel. Die Wiese mit dem „Skilift“ könnte im Bereich des Weilers Malern südlich des Zentrums von Kitzbühel liegen. Dann wären die Hänge auf der gegenüberliegenden Talseite im Bereich des heutigen Skigebiets Bichlalm und des Golfplatzes Eichenheim zu verorten. Die höchste Erhebung könnte dann der Brunnerkogel sein.

  2. Ja, hats wieder einmal den Kommentar gefressen, weil ein LInk zuviel angeführt war.

    Das ist eine Kopie des Schweizer Funi-Schlittens. Funi nicht wegen Fun, sondern wegen funiculaire. Das
    war sowas Ähnliches wie eine Standseilbahn, nur auf Kufen. Später gabs auch eine Variante mit Rädern für den Sommer. Einfach einmal den Begriff googlen, da findet man eine Menge.

    1. Ja, das mit den Links und vom Computer gefressenen Kommentaren kenne ich gut.
      Mehr als ein Link – und schon sind die schönen Kommentare verschwunden….

  3. Der Terminus Technicus lautet wohl Schlittenlift oder auch Aufzugsschlitten. Der älteste Skilift der Welt war 1907 der Schlittenlift von Bödele in Vorarlberg!

    1. Dieser Vorarlberger Schlittenlift war aber nur als Aufstiegshilfe für Skispringer gedacht. Auf die Idee, damit auch „normale“ Wintersportler zu transportieren,war man offenbar nicht gekommen und die Idee geriet nach einigen Jahren Betrieb wieder in Vergessenheit (nachgegoogelt als Quellenangabe).

      Erst in den 30er Jahren wurde dieses Transportmittel in der Schweiz neu erfunden und wurde, wie oben erwähnt, Funischlitten genannt. Ich habe dieses Schinakel einmal auf einem alten Plakat des Wintertourismus in Gstaad in Zürich in der Auslage eines Antiquariats entdeckt und von einer Schweizer Bekannten mit „das wird ä Funischltte gsi si“ aufgeklärt. Irgendwie hat sich dieser Satz in das Gedächtnis gerettet und mich anläßlich des Fotos sofort wieder erinnern lassen. Nachgegoogelt fand ich eine Hommage an dieses Transportmittel im St. Galler Tagblatt. Die letzte Stufe waren straßenbahnähnliche Kabinen, ehe die Seilbahnen vermutlich auch tempomäßig das Rennen machten. Aber wie man sieht, haben alle Wintersportorte von Rang diese Idee aufgegriffen oder ebenfalls neu erfunden.
      https://www.tagblatt.ch/panorama/die-kurzen-aber-goldenen-zeiten-des-funi-ld.934495

  4. In den Kitzbüheler Heimatblättern von 2004 findet man den Beitrag „Kurze Schlittenaufzüge waren die ersten Skilifte auf den Kitzbüheler Übungswiesen“ von Hans Wirtenberger.

  5. Herzlichen Dank für Ihre fachkundigen Rückmeldungen – wieder ein Rätsel geknackt 🙂 Und der Eintrag in unserer Archivdatenbank wird gleich um einiges aussagekräftiger!

  6. Ein sehr kurioses Gefährt. Gezogen wird dieses mit dem schwarzen Seil welches rechts im Bild sichtbar. ist.
    Als Antrieb könnte Bergseitig eine Winde mit einem E Motor dienen wo sich auch die im Bildhintergrund sichtbaren Masten einer Stromleitung erklären. Genau so könnte aber diese Leitung auch zu einem Gebäude führen.
    Der Betrieb mit einer Oberleitung ist nicht nachvollziehbar.

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