skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Heimatkunde Am Lago Di Baggers

Heimatkunde am Lago di Baggers

Wahrscheinlich haben Sie sich noch nie gefragt, woher der stolze Natterer See seinen Namen hat oder wie es zur Bezeichnung Lanser See gekommen ist. Anders verhält es sich beim Baggersee. Kein Gemeinde- oder Flurname, kein Kirchlein, keine Besitzerfamilie steckt hinter dem Rufnamen dieses Innsbrucker Kleinods, es ist – erraten – seine Entstehungsgeschichte.

Idylle ist, wo Menschen diese empfinden. Hier fotografiert Richard Kugler seinen Enkel, unseren Leser Harald Pinggera, im Jahr 1973 beim Angeln an den Ufern des ehemaligen Industriestandorts und heutigen Naherholungsgebietes. Ein paar scharfe journalistische Fragen wollten wir Herrn Pinggera auch noch stellen, um den Entstehungskontext und die Zeit ein wenig besser verstehen zu können:

Es wurden angeblich keine Fische gefangen, das Angeln war mehr Zeitvertreib. Eine Tageskarte wurde für dieses Vergnügen keine benötigt, die nicht gefangenen Fische folgerichtig auch nicht gekocht oder gegrillt, geschweige denn gegessen.

Das zweite Bild zeigt den selben jungen Mann in ebenso untadeliger aber doch variierter Adjustage. Nur wer in den 1970ern aufgewachsen ist, kennt look and feel der Textilien des oberen Bildes, die später als „Rauscherpullis“ in den Stadtslang aufgenommen werden würden. Der Pulli wurde hier abgelegt und der Ausflug im gelben Blütenmeer des warmen Maisonntags im lila Trikot vom Brennermarkt mit farblich passenden Socken und den neuen Sandalen absolviert. Der ganzer Stolz des Buben ist das zu Ostern von den Großeltern geschenkte Radl. Im Hintergrund wird in den Prärien der Rossau ausgeritten und die Firma Katzenberger stellt Beton-Fertigteile her. Der Velozipedist befindet sich etwa im Bereich des heutigen Grabenweges.

Vielen Dank für diese netten Bilder!

(Familienarchiv Pinggera)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. So eine Detailaufnahme des Bagger- oder Förderbandbetriebes ist wahrscheinlich nicht sehr häufig gemacht worden. Auch daß es nicht von Absperrungen, Verbotstafeln und gelben Warnlichtern wimmelt verrät einen Gruß aus der Welt vor 50 Jahren.

    Die schon erwähnten Sandalen haben auch eine auch für Herren für diese Zeit typische und fast ausschließliche Form mit diesen vorne überkreuzten Lederbändern, die keinen perfekten Halt gaben. Auch ein Zeitdokument.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top
×Close search
Suche