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Endlich Wieder

Endlich wieder

Nach der Corona bedingten Pause darf sie heuer Gott sei Dank wieder stattfinden und Aussteller können ihre Waren und Innovationen einem interessierten Publikum präsentieren. Die Rede ist natürlich von der Innsbrucker Herbstmesse, die heuer zum 88. mal Anfang Oktober startet. Im Stadtarchiv ist von den diversen Ausstellungsjahren so manches zu finden. Interessierte Nutzer können unter anderem diverse Plakate, Fotos oder Prospekte bei uns bewundern. Einen besonderen Bestand bildet eine Fotoserie aus der Sammlung Kreutz. Offenbar ist an einem sonnigen Herbsttag des Jahres 1951 jemand mit der Kamera bewaffnet über das Ausstellungsgelände gestreift und hat vor allem an den technischen Innovationen im Außenbereich seine Freude gefunden. Im Titelbild sieht man den Vorplatz und die Messehalle und rechts davon den Eingang zu besagtem Freigelände.

Das Freigelände präsentiert sich 1951 noch mit sehr grün.
Nicht fehlen durften 1951 natürlich auch Lindner Traktoren.

Renault 4 CV, Peitl Schneepflug, Hanomag Laster.
Autostand der Firma Köllensperger

Ein Lieferdreirad wie es in elektrischer Form auch heute durchaus noch zu verkaufen wäre.

Messestand mit sogenannten Stationärdieselmotoren der Jenbacher Werke.
Stand mit Motorädern der Kultmarke Lambretta.

Von der Ausstellung in der Halle sind leider nur sehr wenige Aufnahmen dabei, die beste davon mit Blick in die historische Messehalle will ich unseren LeserInnen nicht vorenthalten.

Selbstverständlich gibt es noch eine Menge weitere Aufnahmen, die vor allem Fans von heulenden Motoren (Puch, Moto Guzzi, oder Vespa) erfreuen dürften. Um diese zu sehen, muss man allerdings in Stadtarchiv kommen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR-NE-497, KR-NE-496, KR-NE-467, KR-NE-473, KR-NE-475, KR-NE-493, KR-NE-491)

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Das sind ganz interessante Einblicke in der Nachkriegszeit der Messe. Wie gerne würde ich durch die Ausstellungen von damals schlendern. Diese waren übrigens beim ersten Mal 1940 auf mehrere Objekte verteilt, unter anderem auch auf die Stadtsäle und die beiden Pradler Schulen. Auch auf den Fotos scheinen die Autohäuser oder Fahrzeugaussteller in einer mir fremden Gegend – es wird wohl Pradl gewesen ein, einen Außenposten bezogen zu haben.
    Lustig die beiden völlig wie ein Provisorium ausschauende Dreiradfahrzeuge. Den Lastenroller konnte ich im Internet aufstöbern, er wurde von der Firma Fend verkauft, es gab ihn noch Jahre später, https://www.fahrzeugbilder.de/bild/Nutzfahrzeuge+Oldtimer~Sonstige~Kleintransporter/78704/fend-lastenroller-typ-100-auto–uhrenwelt.html
    Das andere Grattele dürfte zur gleichen Marke gehören und von der Firma Ford Köllensberger angeboten worden sein, siehe dortige Werbefläche.
    Neben dem Standort der Fahrzeuge rätsle ich auch über das chaotische Angebot des ersten Messestandes, links auf dem ersten Bild von der Freifläche neben der Messehalle. Kann da ein besseres Auge oder eine bessere Phantasie draufkommen? Interessenten schien es genug zu geben. Kein Rätsel ist der dahinter zu sehende Ausstellungsbus, er gehörte der Austria Tabak, und fand sich noch viele Jahre immer an der selben Stelle. Raucher erkundigten sich dort gerne, ob es neue Sorten gäbe, vor allem bei Pfeifentabak und Zigarren.

    Die Lambretta wurde von Innocenti hergestellt, Rudi Hunger ergoogelt sich als Rennfahrer der 30er Jahre. Wenns derselbige war.

    1. Ich glaube nicht, dass die Bilder mit den Autohäusern oder Fahrzeugherstellern aus Pradl sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass im Rahmen der Messe jemals Fahrzeuge in Pradl ausgestellt wurden, das blieb dem Bereich südlich der Ausstellungshalle (z.B. Bild 5: Hinter der Köllensperger-Tafel ist die Rückseite des Hauses Kapuzinergasse 5 zu erkennen) bzw. dem Klosterkasernenhof / Sportplatz vorbehalten (Landwirtschaft!). In den Pradler Schulen ging es um Mode, Stoffe, Vorhänge, Haushaltsartikel.
      Bei Bild 3 und 4 bringt mich wegen des Sendemastes im Klosterkasernenhof (das ist wohl einer der beiden – oder?) auf den Hof der Polizei in der Kaiserjägerstraße!

      1. Danke, Herr Roilo, auf Sie ist Verlass. Wenn Häuser auf den Fotos zu sehen sind, die man jenseits meines Erinnerungshorizonts abgerissen hat, bin ich schnell unwissend. Der Funkmast ist sicher der nördliche, der südliche war so nahe an der Kaserne, daß man sie links davon teilweise sehen müßte.

  2. Das Amtsblatt der Stadt Innsbruck, 15. Jg. / Nr.8 / August 1952 / S.5 gibt einige Daten und Fakten zur Innsbrucker Messe des Jahres 1951 bekannt:

    19. Messe (Export- und Mustermesse) vom 23. August bis 2. September 1951, mit insgesamt 924 Ausstellern, davon 364 aus dem Ausland. Das Messegelände beträgt heuer bereits 65.000 Ouadratmeter. Das Warenangebot ist gut. An der Messe beteiligen sich Erzeugerfirmen aus ganz Österreich, aus Südtirol, Italien, Deutschland und Schweiz, Frankreich, England, Holland, Tschechoslowakei, USA und Brasilien. Die Besucher erreichen die Zahl 284.000. Während der Messe finden drei Sonderschauen statt: Die Modeschau der Innsbrucker Messe, die Ausstellung „Haus und Küche“ und die Buch-, Zeitungen- und Zeitschriftenschau. Der riesige Vergnügungspark breitet sich auf der sogenannten „Hörtnaglwiese“ in Pradl aus. Übersicht der Messeobjekte: Messehaus 1 und 2: Knaben- und Mädchenhauptschule Pradl; Messehaus 3: Vo!ksschule Pradl; Messehaus 4 und 5: Ausstellungshalle und Reitschule mit Freigelände; Messehaus 6: Hof der Klosterkaserne; Messehaus 7: Alte Universität. Eröffnung im Laurinkino durch Bundespräsident General Körner.

    1. Sehr interessant für mich, Frau Stolz, was sie da gefunden haben! Von der Knabenhauptschule (der heutigen MS Pembaurstraße) wusste ich, da bin ich sogar einmal hineingeraten, ich kann mich nur noch an Mode und Schneiderei erinnern. Dass es auch in der damaligen Mädchenhauptschule in der Gabelsbergerstraße etwas zu sehen gab, wusste ich nicht mehr. Ebenso erinnere ich mich nicht mehr an das Messehaus 3, die Pradler Volkschule (heute Leitgebschule), obwohl die ja nur einige Schritte von unserem seinerzeitigen Haus Pradlerstraße 15 entfernt ist.
      Jetzt denke ich noch über die „Hörtnaglwiese“ nach – diese Bezeichnung ist mir nur im Zusammenhang mit dem Hörtnaglhof in der Egerdachstraße geläufig bzw. mit der großen Wiesenfläche zwischen Pembaurstraße – Amthorstraße – Gabelsbergerstraße. Hier war aber der Vergnügungspark sicher nicht.
      Dunkel kann ich mich an einen Zirkus im Bereich der heutigen Andechstraße erinnern, wahrscheinlich hatte auch Hörtnagl so wie die anderen Pradler Bauern dort Felder, wovon er eines der Messegesellschaft zur Verfügung stellte.

      Da im Artikel auch „Messehaus 4 und 5 Ausstellungshalle und Reitschule mit Freigelände“ genannt wird, kann man Bild 3 und 4 dieses Beitrages, wie von mir schon vermutet, auf diesen Bereich hinter der Landespolizeidirektion in der Kaiserjägerstraße anwenden.

  3. Bei dem Fahrzeug neben dem Fend Lastenroller, handelt es sich um einen Fend Flitzer Sport – gebaut in Rosenheim. Später wurde daraus der weltberühmte Messerschmitt Kabinenroller, mit dem ich selbst noch oft in Münchens Umland spazieren fahre. Sollte noch wer originale Fotos, Prospekte etc. vom Fend Lastenroller / Fend Flitzer bzw. Messerschmitt Kabinenroller haben, so freue ich mich über Ihr Angebot.

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