Einfach nur fesch!
Die in Innsbruck recht zaghafte Rückkehr des Winters dieser Tage nütze ich gleich um ein Winterfoto nachzuschieben. Der Arzler Kalvarienberg mit Blick ins Oberland. Einfach ein fesches Foto wie ich finde.
Im Vordergrund, auf einer der zahlreichen landwirtschaftlich genutzten Terrassen der Gegend, sieht man noch die Reste der letzten Ernte. Ich frage mich, was das war. Mais? Oder Türken, wie man damals sagte. Diese Terrassen erahnt man auch auf der Mühlauer Seite links neben dem Kalvarienberg.
Leider stehen bei der Kirche am Kalvarienberg einige Arbeiten an. Das Dach, die Fassade, die Türen. Und als Allererstes muss eine ganze Horde von Holzwürmern erlegt werden. Abgesehen von der finanziellen Belastung wird das auch ein logistisches Thema. Der Kalvarienberg ist einigermaßen steil. Wie kriegt man da die schweren Bauteile für ein Gerüst hinauf? Und das Trockenklo? Von den Baumaterialien ganz zu schweigen. Das wird eine große Aufgabe.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Kr/Ne-8102)
Es fehlt halt einfach am Glauben, tiefem Glauben. Während das Lorettohaus noch von Engeln herbeigetragen wurde, ist die Hoffnung gering, dass sie uns den selben Gefallen wenigstens mit den Gerüstteilen erweisen. Profaner zweiter Gedanke: Den Besuch des Kirchls kann man sich dann für ein paar Monate abschminken.
Im übrigen ein wunderliebes Foto, welches endlich einmal den üblichen Aufschrei „Daaas waren noch Winter!“ im Halse stecken bleiben läßt. In die Details verwickle ich mich später. Erinnere mich gar nimmer, dass der Schlot der Lodenfabrik in der Reichenau so hoch war. Die Feuerwehrschule noch ohne hochhäusliche Umrahmung. Usw..
Und ja, da stund einstens Mais oder Türken, was schon so selten ist, dass das Wort den Korrektheitsjägern bislang entgangen ist. Kukurutz könnte man auch noch sagen, wenn man nicht verstanden sein will. Schreibt man das überhaupt so? Eben.