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Eines Der Bekanntesten Stallgebäude Der Stadt …

Eines der bekanntesten Stallgebäude der Stadt …

… stand bis ins Jahr 2004 in der Höttinger Au. Errichtet wurde es im Jahre 1902 vom „Rößlwirt“ Johann Flunger (1841-1905). Für die Ausführung zeichnete der Maurermeister Alois Hupfauf aus Hötting verantwortlich. Im Laufe der Zeit waren hier zunächst Pferde, ab dem Frühjahr 1937 die Botenzentrale und noch später die Elektrofirma Kurt Hermann untergebracht. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Wohnblock. Ausführliche Beiträge zur Geschichte des wohlbekannten Gasthauses „Rössl in der Au“ bzw. des „Flungerstadl“ sind an dieser Stelle bereits veröffentlicht worden.

Vor kurzer Zeit schenkte nun ein Nachfahre des Erbauers dem Stadtarchiv die Pläne für den „Flungerstadl“. Diese verdeutlichen, dass es es sich dabei um keinen 08/15-Bau handelte. Vielmehr errichtete der „Rößlwirt“ das damals wohl größte und modernste Stallgebäude Höttings. Sowohl die Dimensionen als auch die Details scheinen bemerkenswert.

Schnittplan. Die Stallung war 16,8 Meter breit und 44,8 Meter lang.
Planzeichnung für das Kreuzgewöbe. In der Baubeschreibung heist es dazu: „Kreuzgewöbe-Füssel [sic] aus Portland. Die sichtbaren Theile entsprechend dem Kapitäl der Säulen oder Nagelflur-Pfeiler ausgearbeitet […]. Weißkalkmörtel für Gewöbe & Wände sammt 2maliger Weißigung [sic].“
Die Fenster wurden von der Innsbrucker Firma Johann Palla geliefert. Der Schlossermeister Johann Palla (gest. 15. März 1907) hatte seine Werkstatt zunächst im Turnusvereinshaus, übersiedelte im Jahr 1892 jedoch in die Innstraße 75.

So eine stattliche Stallung hatte natürlich auch um 1900 ihren Preis. Über 31.000 Kronen (rund 230.000 Euro) kostete die Errichtung den Rößlwirt.

(StAI, SammelA-431, Geschenk Rudolf Flunger)

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