Ein zugiger Winter
Wer gerade daheim in seinen vier Wänden mit einem heißen Getränk neben der warmen Heizung sitzt und sich dieses Bild ansieht, fröstelt vermutlich bei dessen Anblick. Zumindest tue ich das. Viel ist nicht von dem mehrstöckigen Haus übrig geblieben. Bewohnbar ist es nicht mehr. Womöglich ist das das Werk eines Bombentreffers. Und der Winter ist schon in vollem Gang, sichtbar am schneebedeckten Hintergrund.
Zwei Seitenwände mit Aussparungen, wo einmal die Fenster waren, trotzen dem Wind. Die Balken dazwischen, die Stockwerke gebildet haben, gibt es nicht mehr. Stattdessen breitet sich dort eine zugige Leere aus. An der Rückwand ist je eine Tür übrig geblieben. Alle führen vermutlich in den hinteren Gebäudeteil, der noch steht. Voneinander abgetrennt scheinen die zwei Teile nicht zu sein. Der Renovierungsbedarf ist sichtbar. Wenn da überhaupt noch viel zu machen ist.
Ob eine Generalsanierung (für den vorderen Teil wohl eher Neuerrichtung) je vorgenommen wurde? Wurden die Reste dieses Hauses doch gänzlich abgerissen? Ich hatte gehofft, Sie könnten mir diese Fragen beantworten. Wo die Überreste dieses Hauses stehen, weiß ich bisher noch nicht. Aber Sie vielleicht?
(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, FR-NE-0065-10, Fotograf: Richard Frischauf)
Beim fünfstöckigen Haus links könnte es sich um Leopoldstraße 54 handeln. Rechts die Bombentreffer in der oberen Leopoldstraße/Grsssmayrkreuzung