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Ein Zeppelin über Innsbruck (II.)

Ein Zeppelin über Innsbruck (II.)

Die Fahrt während der Innsbrucker Flugtage war nicht die einzige, die der „Graf Zeppelin“ über Innsbruck unternahm. U.a. aufgrund des Gaswerks, das bereits während der 1850er gebaut wurde, war die Stadt ein beliebter Startpunkt für Ballonfahrten über die Alpen – auch zwei erzherzogliche Majestäten stiegen dort in die Höhe. Obwohl Luftschiffe und Ballons i.d.R. mit Wasserstoff oder Helium befüllt wurden, verwendete man früher auch das Brenngas, das von Gaswerken zur Versorgung von Haushalten hergestellt wurde; es bestand oft Großteils aus Wasserstoff und Methan und und eignete sich somit ebenfalls für diesen Zweck, obwohl es natürlich ebenso wie der reine Wasserstoff eine Feuergefahr darstellte.

Der Ballon wurde am 23. Juli 1909 ab sechs Uhr morgens mit über 2000 m3 Gas befüllt, ein Vorgang der gut anderthalb Stunden beanspruchte. Der Ballonfahrer von Funke leitete die Fahrt, seine Passagiere waren zwei Damen aus Meißen. Die Fahrt fand unter deutscher und sächsischer Flagge statt, sie ging zuerst ungewünschter Weise über das Karwendelgebirge, erst später führte der Wind sie nach Südosten bis kurz vor den Großglockner. Anschließend ging es nach Norden, man passierte Salzburg und wurde dann weiter nach Linz getragen. Nach langer Reise landete der Ballon schließlich kurz vor neun Uhr abends bei Mährisch-Budwitz, unweit der heutigen österreich-tschechischen Grenze. Das hier zu sehende Bild wurde kurz nach dem Start der Reise aufgenommen.

(Signatur Ph-G-25657)

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