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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Ein Strich In Der Landschaft

Ein Strich in der Landschaft

Wieder so eine unaufgeregt-spektakuläre Aufnahme. Der Eisenbahn-Viadukt durchschneidet den noch weitgehend unbebauten Saggen. Bis auf ein bauliches Trapez, über das hier schon auch schon gesprochen wurde. Was war das gleich noch einmal?

Die Sill ist noch nicht reguliert; dahinter harrt Alt-Pradl noch seiner Zerstörung, die inzwischen weitgehend abgeschlossen ist. Die Stadt scheint in einer Mischung von Rauch, Dunst und anderem zu verschwinden.

Man kann förmlich spüren, wie sich die Stadt Richtung Osten ausdehnt. Die erste Straße – wohl mit zwei Baumreihen in der Mitte – zeigt schon auf die noch leeren Wiesen. Es scheint zumindest in den späten Jahren nicht mehr so gewesen zu sein, dass der Saggen der Gemüsegarten der Innsbrucker gewesen sein soll. Da gartelt gar nix.

Im Vordergrund am Inn ein paar bekannte Gebäude. Aber was ist die Wiese mit den kreisrunden Fragmenten im Vordergrund? Nochmals davor ein leicht mäandrierender Weg mit seltsamen Stangen an beiden Seiten. Dieser steigt sanft Richtung Mühlau Dorf.

Hier gibt es aber noch viel mehr zu entdecken.

PS: Diesmal nehme ich Ihnen die Freude: Ich weiß, dass wir diese fesche Aufnahme in der Frühzeit dieses Forums schon hatten. Ich glaube, es war einer meiner allerersten Beiträge überhaupt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-5346)

Dieser Beitrag hat 11 Kommentare
    1. Lieber Karl,
      Das Foto ist auch im April 2020 schon zu sehen gewesen.
      Ich meinte mit dem Trapez die niedrige Baulichkeit nördlich des Viaduktes…
      Beste Grüße,
      Lukas

      1. Hab ich auch verlinkt. Den März 22 hab ich von einem anderen Beitrag, wie wo und warum bleibt Bestandteil dieser rätselstrotzenden Serie…

  1. Ich glaube, die wie auch ich finde an sich perfekte Suchfunktion ist momentan etwas gestört. Zum Beitrag vom 10. März 2026 „Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht“ verwies pension heis zunächst auf ein Foto von einer Weihnachtsfeier in der Hafelekarstation. Ich hatte dieses Foto sofort vor Augen und versuchte, es mit sämtlichen mir in Erinnerung gebliebener Worte zu finden: Hafelekar, Tisch, Brot, NKB – sogar den Speck von Herrn Hirsch hatte ich eingegeben – in der Überzeugung, dass der, der Speck 😉 nicht viel öfter als einmal in diesem Blog vorkommt. Die sowohl einzeln als auch vermehrt angewendeten Begriffe lieferten aber nicht den gewünschten Beitrag. Ich dachte zunächst an eine kurzzeitige Störung und weil pension heis etwas später gleich Datum und Autorin nachlegte, habe ich die Suchfunktion nicht mehr bemüht.
    Wenn Sie, Herr Hirsch, heute diesbezüglich auch nicht erfolgreich waren, ist es vermutlich keine momentane Störung.

      1. Den „Marx“ hab‘ ich zuerst gesucht, der kam aber nicht, dann hatte ich die glorreiche Idee mit dem „Speck“ und vor lauter Freude, dass ich mich an den noch erinnern konnte, die Speckbacherstraße gar nicht mit bedacht: Ozean tapfer durchschwommen …

  2. Südlich der Sill, vor dem Dorf Pradl, sieht man das schon einige Male beschriebene „Dreieck“ des Peter Mayr Bundes.
    Von der neuen Pradler Kirche und der Pradler Volkschule ist dagegen noch nichts da, zwischen den ersten drei Rhomberghäusern in der Gaswerkstraße und der alten Pradlerkirche ist noch alles leer.

  3. Herr Morscher meint, es gäbe noch viel mehr zu entdecken. Das stimmt, besonders wenn man den Blick gegen Pradl wendet! Zum Beispiel die Reichenauerstraße, damals noch ein besserer Feldweg. Wir sehen die beiden ersten Häuser der Pradler Ortskernerweiterung nach Osten, Pradl Nr. 73, heute Reichenauerstraße 17 und 17a (für Frau Stepanek: Hier ist meine Mutter aufgewachsen!). Diese Häuser hatten eine gemeinsame Grundgrenze mit dem schon mehrmals erwähnten „Dreieck“, heute ist das die Moltkestraße (im Bereich zur Reichenauerstraße nur ein Fußweg).
    Hier begannen die Felder und Wiesen der damals noch zahlreichen Pradler Bauern. Kein Haus gab es mehr bis hinunter zum Gutshof in der Reichenau!

    Es ist ja hochinteressant, wenn man den Franziszeischen Kataster im „Franzi“ der Uni anschaut – https://geschichte-franzi.uibk.ac.at/franzi/
    hier hat man dankenswerterweise auch die Haus- und Grundbesitzer der damaligen Zeit inklusive der Art und der Größe der Grundstücksflächen eingetragen!

    Habe gerade zusammengerechnet: Johann Kirchöbner vulgo Bittl besaß eine Gesamtfläche von 2875 m2 – wahrscheinlich gehörten ihm aber die vorgelagerten Gehnahl- (Rhomberg-) Parzellen bis zur Sill früher auch noch – oder, Frau Stepanek?

    1. Danke für diesen interessanten Link, Herr Roilo! Die bisher noch unbenamte Kapelle an der Sillmündung ist auch zu sehen und zumindest die seinerzeitige Besitzerin („Wiese sammt Kapelle“) eingetragen: Grundparzelle Nr. 1234 – Maria Wisiol geb. Mair – 46666 qm – Katastralgemeinde Amras, Pradl – Privat. Lt. Eintrag im Parzellen-Register war sie wohnhaft in Pradl Nr. 38.
      Wenn Sie die Stifterin der Kapelle war, dann hieß die womöglich Wisiol-Kapelle. Ob das nicht über Pradler Kirchenbücher / -urkunden herauszufinden wäre?
      Der damalige Beitrag: https://innsbruck-erinnert.at/gewitterstimmung-an-der-sill/

  4. Als Mühlauer kann ich die im Text aufgeworfenen Vordergrund Fragen gerne beantworten. „Der mäandrierende Weg mit Stangen“ ist die Trasse der Ersten Elektrischen Eisenbahn Tirols, sie verband von 1901 – 1919 die mit Dampf betriebene Hauptbahn im Tal mit der ehemaligen Rauchmühle im Dorf heroben – damals noch am Mühlauer Bach gelegen. Weiters sieht man eine Schottergrube. An ihrer Stelle läuft heutzutage die Landstraße von Mühlau nach Arzl. Auf dieser Fotografie ist diese Straße noch unmittelbar an der Begrenzungsmauer zum Sternbach Schlossgarten gelegen. Die Frage „Was ist die Wiese mit den kreisrunden Fragmenten im Vordergrund ?“ ist insoferne ein wenig unbestimmt gestellt, als dass ich nicht weiß, welche gemeint sein sollten? Innerhalb des Sternbachanwesens ist ein Teil der Gartenanlage zu sehen, ein mit Hecken umgebener Kreis genau mittig im Schlosspark. Außerhalb – aber nicht in der Wiese sondern in der Schottergrube gelegen – Anlageteile die eben zu dieser gehörten. Dann kommt der Inn, danach kenne ich mich nicht mehr aus.

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