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Ein Rooftop-Rätsel

Ein Rooftop-Rätsel

Ein luftiger Arbeitsplatz hoch über Innsbruck und fleißige Mander, die Spenglerarbeiten durchführen, soviel ist auf den ersten Blick klar. Es handelt sich um Arbeiter der Innsbrucker Fa. Spenglerei Plössl, die uns dankenswerterweise die Fotos überlassen hat. Dies soll aber auch der einzige Hinweis sein. Die Frage lautet natürlich wie immer: Wo wird denn hier gearbeitet? Ich bin überzeugt, dass die richtige Antwort nicht lange auf sich warten lässt, denn dieses (ikonische) Dach hat wohl jede/r (zumindest im Vorbeigehen) schon einmal gesehen…

Wie Karl Hirsch und Manfred Roilo gleich richtig erkannt haben, handelt es sich natürlich um das Hochhaus. Im Zeitraum 1947/48 erneuerte die Firma Plössl dessen Dach. Vor dem 2. WK hatte das Hochhaus noch ein anderes Dach (siehe z.B. im diesem Beitrag)

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Dig-994 u. 995)

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Ja, die Hochhaushaube. Aber wie kommt die Rumerspitze in den Hintergrund, wenn man zugleich den Turm der Herz-Jesu-Kirche sieht? Also ist es eben nicht die Rumerspitze. Sondern – in der Zwischenzeit hat Herr Roilo schon die Lösung hingeschrieben – SEITENVERKEHRT das Brandjoch. Und alles im Lot.
    Die Holzkonstruktion hinter der Hochhaushaube (HHH) sehe ich allerdings zum ersten Mal. Und wahrscheinlich zum letzten Mal, wenn nicht der Föhn das Blech wegreißt.

    1. Nein hat er nicht – er hat nur gestaunt, wie das möglich ist! Auch ich glaubte, dass man den Turm der Herz-Jesu-Kirche sieht, der ist mir auch als erstes aufgefallen, noch bevor ich an das Hochhaus gedacht habe – aber die Nordkette dahinter?? Brandjoch?? Seitenverkehrt?? Wenn man beim oberen Bild annimmt, es sei die Südseite des ‚Hutes‘ und diese Ost-Westflucht über die Herz-Jesu-Kirche hinaus verlängert, findet man keine Nordkette, nimmt man an, es die Westseite, dann haut das mit der Nordkette gut hin, aber der Turm?? Ist es ein anderer Turm? In dieser Flucht stünde etwa St. Nikolaus, der kommt mir hier aber wieder zu nah vor – und sonst??

    1. Bei dieser Gelegenheit fällt mir wieder der berüchtigte Satz von der Erhaltung des Problems ein…
      Man hätte ja eine schöne Referenzaufnahme, die Sie sicher kennen, nämlich das Foto „Innsbruck gegen Westen“ aufgenommen vom Hochhauscafe. Einerseits eindeutiger Beweis der Unhaltbarkeit meiner Brandjochtheorie, aber die Berge rund um den Rietzer Grieskogel sind in Wolken.
      Probiern wir’s anders. Ich hab das andere Foto absichtlich stark abgedunkelt und kontrastiert, aber statt der erhofften Serles taucht nur ein nach rechts sanft ansteigender Höhenzug auf, der sowohl das Plumesköpfl )also Nikolaus) als auch die eher sanften Berge auf der rechten Talseite Richtung Osten sein können.
      https://i.postimg.cc/6pRCdVyq/blick-nach-s-den-oder-ostrn.jpg
      Ich tendiere jetzt schon zu Folgendem: Ich hab mich wahrscheinlich nicht beim Berg (Rumerspitze) geirrt, sondern bei dem der Herzjesukirche sehr ähnlichen Turm. Selbstverursachtes Rätsel. Ich hoffe, Sie haben sich dabei eben so gut unterhalten wie ich, Herr Roilo. Oder forschen Sie doch noch weiter?

      1. Natürlich habe ich noch weitergeforscht! Dabei bin ich auf einen Beitrag aus den ersten Tagen von „innsbruck-erinnert“ gestoßen, der übrigens noch keinerlei Kommentare aufweist. Ich glaube, damals hat noch niemand gewusst, wie das geht.! Siehe http://innsbruck-erinnert.at/fast-eine-startbahn/
        Auf diesem Bild sieht man hinten rechts den Rietzer Grieskogel, möglicherweise dahinter noch den Pirchkogel. Auf dem war ich dreimal droben, ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, ob man von hier Innsbruck gesehen hat – ich muss einmal in meinen Fotos nachschauen.
        Ich bin also bei der Südseite des Blechdaches vom Hochhaus geblieben, habe angenommen, dass danach der Turm der Herz Jesu Kirche sichtbar ist, habe die Flucht der Maxilianstraße verlängert, bin ziemlich genau auf die Kranebitter Startbahn gekommen und in deren Verlängerung eben auf den Rietzer Grieskogel.
        Mit was alles man sich beschäftigt!

        1. Also ich halte auch die Erklärung Achse Herz-Jesu-Kirche Richtung Westen am plausibelsten. Allerdings scheinen mir die Berge viel näher zu sein als der Rietzer Grieskogel, aber etwas viel besseres fällt mir auch nicht ein, vielleicht täuscht die „Nähe“ am Bild auch nur.

  2. Das ist jetzt vielleicht totaler Blödsinn: doch Richtung Nordost, also Rumerspitz und der Kirchturm erinnert mich an den der Evangelischen Kirche in der Kaiserjägerstraße. Was für ein Dach die HAK vor ihrer (wie ich finde gelungenen) Aufstockung hatte, weiß ich nicht mehr, da war ich wohl erst 10.

    1. Meines Wissens nach wurde der Turm der HAK durch die Aufstockung nicht berührt, der hat aber eher eine Zwiebelform. Der Turm der Christuskirche könnte da schon eher passen, der ist auch spitz. Ja warum nicht? Ein bissl zu nah kommt er mir vor. Nur die Rumerspitze passt mir nicht ganz – eher westlich von der Arzler Scharte (Mandlspitze ?).
      Ja – Probleme haben wir, richtig echte! Und in alle Richtungen kommen wir! Der Arbeiter würde nun also an der Westseite werkeln, wir dürfen auch nicht genau in der Flucht dieser Westseite schauen, die zeigt woanders hin, eher – wie ich schon einmal schrieb – nach St. Nikolaus. Man könnte das planlich festhalten und ……! Ich gebe weiter!

  3. Die Perspektive auf den Kirchturm mit den Bergen ist in der Tat etwas merkwürdig und ungewohnt.
    Hier ist ein Vergleichsbild mit dem Blick vom Hochhauscafé Richtung Oberinntal.
    Interessant ist auch die Lage des Turms der Hauptpost, den man auf dem fraglichen Bild ganz knapp nicht mehr sieht:
    https://pid.volare.vorarlberg.at/o:32355

    Die ganz charakteristischen, rautenförmigen Dachflächen sprechen wohl eindeutig für den Turm der Herz-Jesu-Kirche.

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