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Ein Idyllischer Spaziergang – Mit Zwei Bildern….

Ein idyllischer Spaziergang – mit zwei Bildern….

Ich bin immer wieder enttäuscht, dass es boshafte Menschen gibt. Ich lehne so etwas ab. Das ist böse und gemein. Ich würde so was nieeeeeeemals tun… Sie kennen mich doch schon.

Also schauen wir uns die Aufnahme einmal an: Ein junges Paar – der Mann könnte eventuell eine Uniform tragen – spaziert entlang einer Baumreihe. Vielleicht reicht es sogar für eine Allee. Dahinter könnte sich ein Weg oder gar eine Straße befinden.

Sie wissen schon, wo wir uns befinden? Nein. Da bin ich enttäuscht.

Vielleicht geht das junge Paar zu einem Kränzchen. Vielleicht zu einem 5-Uhr-Tee? Vielleicht zu einem Konzert? Vielleicht einfach nur um frische Luft zu schöpfen?

Wo sind wir hier eigentlich? Wie viele Alleen kennen Sie eigentlich in Innsbruck? Eben. Sehr groß ist die Auswahl nicht.

Und dann sehe ich plötzlich, dass da ein wirklich böser Mensch einen Teil der Aufnahme abgeschnitten hat. Ich weiß nicht, warum es so böse Menschen gibt. Das lehne ich aus moralischen Gründen natürlich kategorisch ab. Trotzdem will ich der LeserInnenschaft auch den rechten Teil des Fotos nicht vorenthalten, das vielleicht den ein oder anderen weiteren Hinweis enthält….

Stadtarchiv/Stadtmuseum, So-4-293.

Dieser Beitrag hat 11 Kommentare
  1. Immerhin ist die mit Klauen und Zähnen verteidigte, aber nicht mehr zu rettende Rotbuche bei weitem nicht das einzige Gehölz, welches in dieser Gegend den Weg des Vergänglichen akzeptieren hat müssen.

    Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Wenn man sich das Paar vergrößert, ist ausgerechnet genau an der Kante der vermutlich doch militärischen Kopfbedeckung ein kleiner Strich zu erkennen, der mit der berüchtigten 99% Wahrscheinlichkeit zum Hintergrund gehört, aber halt doch zu 1% eine zivile Hutkrempe sein könnte,´

    Herr Morscher spekuliert offenbar mit der Tatsache, daß der Mensch offenkundige Lösungen oft nicht glauben will. Aber auch wenn das Paar auf dem Weg flaniert und nicht rennt, er ist es.

  2. Pappeln als Alleebäume sind aus dem Stadtbild inzwischen fast gänzlich verschwunden. Ich erinnere mich als diese Bäume 1982/83 am Südring „entfernt“ wurden, weil sie ja viel zu gefährlich sind. Die Rotbuche dürfte auch gar nicht sooo alt sein. Heute habe ich mit einem 80jährigen Herren gesprochen, dessen Vater (1911 geboren) eben diese Rotbuche als jungen, mit oberarmdickem Stamm, frisch gepflanzten Baum gekannt hat. Ein Zufall, dass mir dieser Baum heute zweimal begegnet? Jedenfalls, wenn diese Geschichte stimmt, kann der schöne Baum hier noch nicht stehen.

    1. Ja, das stiiimmt, würde Toni Polster antworten. Ich habe einige Postkarten des Ensembles Landestheater/Stadtsaal aus der Zeit 1900-1910 gesehen, in der von der Rotbuche noch nichts zu sehen ist. Dafür kann man jetzt parken, wo früher die Wurzeln waren. Andererseits scheinen diese Bäume nicht sehr robust gegenüber Baumkrankheiten zu sein, aber das wissen sie besser als ich.

      1. Nochmal gärtnerischer input: Rot-/Blutbuchen sind nicht wirklich eine eigene Baumart. Es kommt einfach ganz selten vor, dass eine Buche rote statt grüne Blätter hat und die wird dann durch Stecklinge vermehrt. Um schnell (also für einen Baum) einen dicken Stamm zu bekommen, werden Jungpflanzen ganz eng zusammen gepflanzt, verwachsen, und sehen aus wie EIN Baum. Bei den Bauarbeiten wurden dann einem der Bäume die Wurzeln so stark beschädigt, dass er starb. Buchen sind (ist inzwischen gut erforscht) sehr soziale Lebewesen, sie brauchen Gemeinschaft und helfen einander! Hier ist ein Drittel oder Viertel des kleinen Waldes gestorben, jeder Hilfeversuch der Gemeinschaft ist gescheitert, das ganze System leidet immer noch…
        Und: wäre es eine super Überlebensstrategie, wären inzwischen die Wälder voll von roten Buchen – wenn wir Menschen Rotbuchen haben wollen müssen wir schon besonders auf sie aufpassen.

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