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Ein Haus In Aller Munde

Ein Haus in aller Munde

Über dieses Haus samt Areal wird seit geraumer Zeit heftig diskutiert. Dort ist ein Großbauprojekt mit terrassenförmiger Bebauung des gesamten Grundstücks geplant.

Im Jahre 1863 erbaute der Baumeister Josef Mayr das staatliche Landhaus inmitten von Streuobstwiesen. Es bekam den klangvollen Namen Villa Guggenbichl. Zum Anwesen gehörte auch ein Stall- und Stadlgebäude. Auf dem Gelände gab es unter anderen auch Pfaue und Bienenkörbe.
Josef Mayr stammte aus einer Baumeisterfamilie. Sein Söhne Franz, bekannt auch als „Christus-Mayr“, und Alphons führten den Familienbetrieb erfolgreich weiter. Zahlreiche Privathäuser, Zinshäuer und Villen wurden von ihnen erbaut, außerdem das Sieberersche Waisenhaus, die Herz-Jesu-Kirche und die Pradler Pfarrkirche.

Aufsehen erregte die Villa Guggenbichler im Feber 1874. Während des Eisfestes fand ein Feuerwerk am linken Innufer statt. Zahlreiche Besucher:innen kamen zum Rennweg, um sich das Spektakel anzuschauen. Zeitungen berichteten, dass die reizende Villa Guggenbichl festlich beleuchtet war. In allen Stockwerken, Wegen und Gängen brannte eine Unzahl von Lichtern.

Die Mayr`sche Villa diente auch als Aussichtspunkt. So wanderten im Jahr 1875 die Festgäste des österreichischen Architekten- und Ingenieur-Vereins nach dem Frühstück zum Anwesen, um einen Überblick über Innsbruck und die Umgebung zu gewinnen.


(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Manfred Roilo, Ph/Dig-344-239_2006_Roilo, 2006)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Der Tierarzt Walter Mayr, Gott hab ihn selig, hat dort gewohnt und scheints einen Esel gehalten. Am Begräbnistag des Dr. Mayr sei der Esel ausgebüxt und den Hohen Weg entlanggelaufen. Das fällt mir jedes Mal ein, wenn ich dort vorbeifahre.

    1. Jaaa, „Esel“ und „MayrWalter“ ist mir auch ein Begriff.
      Zu Beginn der 60-er Jahre schaute so ein gutes Tier traurig durch das Gitter zwischen „Samen Thalhammer“ und „Tiroler Graphik“ auf den Innrain heraus.
      Ich erzählte am nächsten Tag meinem Kollegen Stepanek davon, da ich schon mitbekommen hatte, daß er ein großer Tierfreund war.
      „Ja, ja,“ sagte er, „der g’hört dem Mayr Walter“, den er – natürlich!- kannte (Aber wen kannte er nicht, gell, Herr Roilo!)
      (Offenbar gehörte in diesem Geviert hinter der „Tiroler Grafik“ auch etwas der Fam. – oder der Firma – Mayr)

      1. Was man nicht alles erfährt:
        Der Tierarzt Dr.Walter Mayr hatte damals seine Praxis an der Adresse Innrain 33.
        Und er sei gezwungen gewesen, an jenes Gitter ein großes Schild zu hängen:
        E s e l b i t t e n i c h t f ü t t e r n !
        (Weil – bemitleidenswert und hungrig dreinschauen, das können sie, diese Esel!)

  2. Ich kann mich an ein bestimmtes Auto erinnern, mit dem der Tierarzt Mayr manchmal unterwegs war. Es war ein altes offenes Amphibienfahrzeug und ich durfte sogar mal reinsitzen.
    In seinem Stall lief zwischen den Kühen auch ein Geißbock herum. Sein Geruch bzw. Gestank – so behauptete er – vertreibt alle Krankheiten.

  3. Der Tierarzt Mayr behandelte auch unsere Polizeihunde.
    Er war wegen seiner liebenswürdigen Art und seiner Fachkompetenz bei den Hundeführern äußerst beliebt.
    Seine Assistentin, zugleich seine Ehefrau, habe ich wegen ihres Dialektes als Vorarlbergerin wahrgenommen.
    An sein Amphibienfahrzeug, dabei handelte es ich um ein Modell von VW aus dem 2. Weltkrieg, erinnere ich mich auch.

  4. Dieses Haus wird es nicht mehr lange geben, weil dort ein IMO Investeor eine elitäre Wohnanlage hinstellen will!
    Schade, wieder ein Stück altes Innsbruck weniger…………..

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