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Noch Gar Nicht So Lange Her III – Exkurs Zum Ansitz „Rainfels“

Noch gar nicht so lange her III – Exkurs zum Ansitz „Rainfels“

Diesmal im Vollbild: Innstraße Nr. 17. Der Stern im Fenster links unten – von Leser K.H. als „Sichtschutz, Dekoration und Loch für Tageslicht“ identifiziert, will irgendwie nicht zu dem altehrwürdigen „Ansitz Rainfels“ passen. Das Gebäude, dessen Baukern vermutlich aus der Mitte des 16. Jhdts. stammt, ist auch heute noch eines der schönsten Gebäude in der Innstraße. Laut Kunsttopographie erfolgte die erste Erwähnung bereits im Jahre 1546 im Zusammenhang mit einem Brand, der hier wütete. Ein Jahr später wurde die Brandstätte an niemand geringeren als Niclas Türing d.J. verkauft. Das Haus wechselte daraufhin mehrmals den Besitzer. Im Jahr 1567 erhielt der damalige Besitzer Georg Geyrpüchler (oder Gayrbüchler) von Erzherzog Ferdinand II. die Bewilligung, den Ansitz unter dem Namen „Rainfels“ zu führen. Zu dem Ansitz gehörten im Jahr 1628, damals in Besitz von Balthasar Fröhlich, Behausung, Garten und Zuegehör, zudem Stallung, Stadl und Garten gegen der Zimmerhütten gelegen. (Felmayr vermutet die Lage dieser Gebäude etwas weiter Richtung ostwärts). Bis ins 18. Jahrhundert bleibt das Gebäude im Besitz der Familie Fröhlich. Im Jahr 1775 zählt zum Besitz eine 3 gaaden hohe Behausung samt 2 gaaden hohem Stöckl und Garten. Noch ein paar Besitzwechsel folgen, erwähnenswert ist Matthias Purtscher, ehemals Sekretär Andreas Hofers, der 1834 als Besitzer angeführt wird. Im Jahr 1855 geht das Haus an dessen Tochter Sophie, verheiratet mit dem k.k. Kreisamtsregistraten Alois Ritter von Woertz – das Haus ist seitdem im Besitz der Familie (naja, zumindest nach Stand der Kunsttopographie von 1981).

Rechts oberhalb der Tür sind zwei Wappen zu sehen: Rainfels (links) und Woertz (rechts). Die barocke Fassadendekoration stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jhdts. und wurde im Jahr 1953 nach Resten erneuert. Wenn die Tür mal offen steht, wie auf diesem Blick, so lohnt sich auf jeden Fall ein Blick hinein: hier gibt es ein fesches, spätgotisches Tonnengewölbe zu bewundern…

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-24745-10)

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