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Ein Blümchen Inmitten Der Tristesse

Ein Blümchen inmitten der Tristesse

Unverdrossen streckt sich die Geranie in den Himmel. Sie ist auch so ziemlich das einzige Erfreuliche auf dieser Aufnahme. Rundum wird gebaut, wohl auch gehämmert, betoniert und rumort. Die bereits angelegte Straße lässt auf größere Pläne schließen. Dem entsprechen auch die Stapel an Baumaterial und der noch etwas deplaziert wirkende Baukran. Bauaffine Menschen unter der Leserschaft werden auch die Mischmaschine und andere Gerätschaften benennen können.

Wer hat einen Verdacht, wo das wackere Pflänzlein wächst?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph/A-24.664-71)

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare
  1. Bin wohl gerade in Schreiblaune:
    Lieber Herr Roilo, Ihr architektonisches und orthographisches Gedächtnis ist grandios!
    Ich, als Gärtner kann bestätigen: im Vordergund befindet sich tatsächlich eine Geranie 🙂

    1. Oh Danke, Herr Ritzenfeld, für die Blumen! Passt ja gut: Sie sind Gärtner, im Bild sieht man eine Geranie und mein Haupthobby ist die Gärtnerei. Habe heute Nachmittag die zweite Garnitur Salatpflanzen in mein Gartenhaus ausgesetzt und zum Mittagessen habe ich unterm Schnee (ja den habe ich noch im Garten) Radicchio geerntet und im Gartenhaus Portulak.

  2. Tristesse? Doch eher die kümmerliche Pflichtgeranie. Zu meiner Kinderzeit wäre das Gelände ein durch keinen faden Spielplatz zu ersetzendes Paradies gewesen. Und Leute, die vielleicht in einer Kompromisse fordernden Bleibe gehaust haben, freuten sich, daß sie vielleicht nächstes Jahr hier wohnen durften.

    Traurig auf andere Art sind die alten Amihallen, in denen Material für einen angedachten bald möglichen Krieg auf Vorrat gehalten worden ist. Trotzdem freut es mich, diesen düsteren Unnahbarkeiten immer wieder einmal auf Fotografien begegnen zu können. Auf alten Nachkriegsstadtplänen war an dieser Stelle übrigens eine Trabrennbahn eingezeichnet. Fotos habe ich davon allerdings nie gesehen. Vielleicht kommts noch. Oder es war vorauseilende Phantasie des Kartographen.

    Erstaunlich für mich auch immer wieder, mit welch filigranen Kränlein man da ganze Stadtviertel aus dem Boden stampfen konnte.

    Ganz im Hintergrund erwächst der wirklich auffallenden Roiloschen Gittermast-Landmarke Konkurrenz in Form des St. Pius Bleistifts.

    1. Ich habe nun nochmals den „Roilo’schen“ Gittermast gesucht. Ich meinte eigentlich den links vom Gasthof Sandwirt, der ja auch auf http://innsbruck-erinnert.at/was-ist-denn-da-los-2/ zu sehen ist. Es gibt noch einen ganz rechts beim Umspannwerk Innsbruck Ost und den großen in der Mitte, ‚unterm‘ Kellerjoch – somit den Hirsch’sche Mast neben dem St. Pius Bleistift. Und da ist mir dabei aufgefallen – ich hoffe ich bin richtig: Man sieht noch den Landeshauptschießstand! (so habe ich ihn noch in Erinnerung). Das Stadtarchiv hätte sicher noch ein schönes Foto – vielleicht sogar mit den beiden Kugelfang-Hügeln dahinter?

  3. Weil wir schon bei den Gittermasten sind (vielleicht befindet sich auch ein ‚Elektromensch‘ unter den Schreibern? Auf den Karten finde ich nur die Überlandleitung zwischen den Umspannwerken Thaur und Innsbruck Ost, welche noch auf Ampasser Gemeindegebiet den Inn quert und dann an der orographisch rechten Innseite heraufführt. Wurde die Leitung durch das Olympische Dorf dafür abgebaut?

  4. Man sieht den Wald vor lauter Gittermasten nicht, möchte man fast sagen… der tatsächliche Standort wurde noch gar nicht richtig fixiert: das Foto wurde aus einem Balkon des Hauses Reut-Nicolussi-Straße 15-19 „geschossen“, welches 1967 fertiggestellt worden ist. Vor uns sieht man die ebensolche Kreuzung mit der Radetzkystraße. Aus der damaligen Baustelle wurde die große Tennisanlage des ITV, dahinter gehört die große weiße Halle zum Campagne-Areal. Lustigerweise schaute es vor eineinhalb Jahren ziemlich ähnlich dort aus, nur sind jetzt mächtige Wohntürme in den Himmel gewachsen.

  5. rechts erkennen wir das, heute noch existente, Umspannwerk Ost der Stadtwerke Innsbruck. hier erkennen wir den Abspannmast der 110 kV Leitung, welche von Jenbach kommend ins EWI führt. vor der Piuskirche ist der Eckmast, von welchem die Leitung dann dem Inn entlang zum Baggersee (Müllhalde) führt.
    Der Strommast beim Sandwirt war für die 25 kV Leitungen vom Umspannwerk Ost nach Hall und Rum/Absam führten. Dieser befand sich schon am nördlichen Innufer und war deswegen etwas höher. Heute ist die 110 kV Leitung noch dieselbe und führt nach Thaur. Die 25 kV Leitungen sind, wie fast alles in Ibk unter der Erde verlegt.
    Die große weisse Halle war die Reithalle des Campagne Reitclubs.

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